Stresstestergebnis erwartungsgemäß schwach
Letzten Freitag wurden die Ergebnisse des Stresstests der EZB veröffentlicht. Getestet wurde u.a. die Raiffeisen-Landesbanken-Holding GmbH, Mehrheitsaktionärin der RZB, die wiederum die Mehrheit an der Raiffeisen Bank International (RBI) hält. Somit waren auch RZB und RBI Gegenstand des Stresstests. Eine geforderte Kapitalquote zum Bestehen des Stresstests gab es dabei nicht. Erwartungsgemäß schnitt die Raiffeisen-Landesbanken- Holding im europäischen Vergleich schwach ab. Im Stressszenario (in dem die Annahmen für CEE besonders streng waren) fiel die CET1 Ratio (fully loaded) von 12,3% (Stichtag 31.12.2015) auf 6,1% zum 31.12.2018.
Ausblick
Das schwache Abschneiden der Raiffeisen-Landesbanken- Holding im europäischen Vergleich hat uns nicht überrascht, und es ist für uns auch kein Grund zur Sorge. Dass RZB und RBI nicht zu den am stärksten kapitalisierten Banken Europas zählen, ist hinreichend bekannt. Bekannt sind auch die Maßnahmen, die die RBI ergriffen hat, um ihre Kapitalisierung zu stärken (Transformationsprogramm). Erste Ergebnisse sind bereits erkennbar, weitere wichtige Schritte sollten noch folgen. Dazu zählen der beabsichtigte Verkauf der polnischen Einheit, der bereits abgeschlossene Verkauf der slowenischen Bank, der Rückzug aus den USA und die Redimensionierung in Asien sowie die weitere Reduktion der risikogewichteten Aktiva in Russland. Zudem hat auch die RZB (die mit der RBI verschmolzen werden soll) ihrerseits Maßnahmen ergriffen. Ein Beispiel dafür ist die geplante Reduktion der Uniqa-Beteiligung. Wir halten die stark negative Marktreaktion zu Beginn der Woche für übertrieben und bleiben bei unserer Kaufempfehlung.