Panama-Leaks: FMA-Sonderprüfung der RBI und der Hypo Vbg. ab Mittwoch
Vorortprüfungen werden mehrere Wochen in Anspruch nehmen
Die Finanzmarktaufsicht (FMA) wird morgen,
Mittwoch, mit der "anlassbezogenen Vorortprüfung" der in den
"Panama-Leaks" genannten österreichischen Geldinstitute - der
Raiffeisen Bank International (RBI) und der Vorarlberger Landes- und
Hypothekenbank (Hypo Vorarlberg) - beginnen. Wie lange diese
Überprüfungen dauern werden, stand zunächst nicht fest, sicher aber
mehrere Wochen.Nach Angaben von FMA-Sprecher Klaus Grubelnik gegenüber der APA
werden in beiden Fällen alle Transaktionen kontrolliert, "zu denen
es Informationen in den Panama Papers gibt". Bei der Hypo Vorarlberg
schließt die Überprüfung auch ein "Follow-Up" zur bisher letzten
Prüfung im Jahr 2012 ein. Man werde sich ansehen, inwieweit nach
Beanstandungen Verbesserungen gemacht wurden. Der Prüfbericht wurde
im Februar 2013 im Aufsichtsrat der Hypo besprochen.
Im Zuge der Prüfung der Vorarlberger Hypo im Jahr 2012 hat die
FMA eine Verdachtsmeldung an die Geldwäsche-Meldestelle beim
Bundeskriminalamt erstattet. Anlassfall war ein Offshore-Geschäft
des russischen Milliardärs Guennadi Timtchenko (auch: Gennadi
Timtschenko). Dieser soll einen Deal mit der Southport Management
Service auf den britischen Jungferninseln gemacht haben, wobei die
Konten angeblich über die Vorarlberger Hypo liefen. Die
Staatsanwaltschaft Feldkirch, die wegen des Verdachts der Geldwäsche
durch Timtchenko ermittelte, stellte das Verfahren mangels Beweisen
ein.
Laut Grubelnik dauern Vorortprüfungen in der Regel mindestens
zwei bis drei Wochen. Das hänge aber immer auch stark von der
Aufgabenstellung bzw. dem Umfang der Prüfung ab.
(Schluss) jh/ast/gru
ISIN AT0000606306
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