Raiffeisen Polbank: Jeder Zehnte muss noch heuer gehen
500 von 5.100 Stellen werden gestrichen
Die Raiffeisen Bank International (RBI) will
bei ihrer polnischen Tochter Polbank noch heuer 500 der insgesamt
rund 5.100 Stellen streichen. Die Details des Stellenabbaus sollen
in den nächsten Tagen verhandelt werden, sagte eine Sprecherin am
Donnerstag.Die RBI ist derzeit auf Schrumpfkurs. Grund dafür war ein
Megaverlust im Jahr 2014, der auf hohe Abschreibungen in Russland
und der Ukraine zurückzuführen war. Als Reaktion hatte die Bank den
Verkauf der Töchter in Polen und Slowenien angekündigt. Die Trennung
von der polnischen Tochter Polbank läuft aber nicht so reibungslos
wie geplant. Das milliardenschwere Schweizer-Franken-Kreditportfolio
erwies sich als Hindernis im Verkaufsprozess.
Zuletzt hieß es aus der RBI, man wolle die Polbank mit einem
strategischen Partner an die Börse bringen und sich dann ganz aus
Polen zurückziehen. Einen offiziellen Zeitplan dafür gibt es bisher
noch nicht. Am kommenden Mittwoch wird RBI-Chef Karl Sevelda das
Jahresergebnis 2015 präsentieren, "dann werden wir sicher auch zu
Polen etwas sagen", sagte eine RBI-Sprecherin zur APA.
(Schluss) ivn/itz
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