Plater will Telekom durch Zukäufe zu einem "relevanten Player" machen
TA will auch heuer heuer eine halbe Milliarde Milliarde Euro
in Österreich investieren - Plater: Brauchen dafür keine
Kapitalerhöhung - Mayrhofer: Alle Konzernparameter weisen nach
oben - BILD GRAFIK
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KORREKTUR-HINWEIS
In APA0309 vom 10.02.2016 muss es im 5. Absatz, 2. Satz, richtig
heißen: " ...." (nicht: Rechnet man Einmal- und Währungseffekte
heraus)
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Telekom-Austria-Chef Alejandro Plater will das
Unternehmen vor allem durch Zukäufe zu einem "relevanten Player in
Europa" machen. Das sei eine der wichtigsten Säulen seiner
Strategie, sagte Plater am Mittwoch in Wien bei der Präsentation der
Ergebniszahlen für 2015. Ins Kerngeschäft Festnetz, Mobilfunk und
Fernsehen werde man weiterhin massiv investieren, kündigte der
TA-Chef an.
Wie schon im vergangenen Jahr werde die Telekom auch heuer eine
halbe Milliarde Euro in Österreich investieren, kündigte Plater an.
Dabei soll vor allem die Geschwindigkeit des Festnetz-Internets für
die Kunden erhöht werden, der Bedarf danach sei eindeutig gegeben.
Gleichzeitig soll auch das LTE-Mobilfunknetz ausgebaut werden. "In
Österreich wollen wir heuer mehr als 90 Prozent der Bevölkerung mit
LTE versorgen können, das ist im europäischen Vergleich wirklich
gut."
Der Schwerpunkt der Investitionen soll laut Finanzvorstand
Siegfried Mayrhofer auch in den nächsten Jahren in Österreich
liegen. "Hier geben wir zwei Drittel des Geldes für Investitionen
aus." Die für 2016 geplanten Investitionen könne man aus dem eigenen
Budget und dem Cashflow finanzieren. "Wir planen keine
Kapitalerhöhung", betonte Plater.
2015 war für die Telekom das erste Jahr seit vielen, in dem "alle
Konzernparamenter in die richtige Richtung weisen", wie Mayrhofer
erklärte. Und tatsächlich gibt es an den Ergebniszahlen wenig zu
kritisieren: Der Jahresüberschuss von knapp 393 Mio. Euro war "mehr
als die letzten fünf Jahre zusammengenommen", freute sich Plater. Im
Jahr davor hatte man unterm Strich noch einen Verlust von 185,4 Mio.
Euro verbuchen müssen.
Erstmals seit fünf Jahren gab es 2015 auch einen steigenden
Umsatz - auch wenn der Zuwachs mit einem Plus von 1,3 Prozent auf
4,046 Mrd. Euro noch dünn ausfiel. Berücksichtigt man auch Einmal-
und Währungseffekte, dann war der Umsatzzuwachs mit 0,2 Prozent kaum
wahrnehmbar. Plater freut sich dennoch: "Für mich persönlich ist es
sehr, sehr wichtig, dass das Unternehmen wieder wächst."
Das Betriebsergebnis (EBIT) drehte von minus 3 Mio. auf plus 574
Mio. Euro. Auch beim Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
gab es einen Zuwachs: Er erhöhte sich um 19 Prozent auf 1,07 Mrd.
Euro. Die Nettoverschuldung blieb mit 2,68 Mrd. Euro auf dem
Vorjahresniveau.
Gröbere Kurskorrekturen seien von ihm nicht zu erwarten, sagte
Plater. "Ich glaube nicht an große Restrukturierungspläne." Vielmehr
müsse man jeden Tag besser und effizienter werden, "nicht als
Programm, sondern als Unternehmenskultur".
Auch ihre Kundenzahl hat die Telekom im vergangenen Jahr um eine
Million gesteigert und damit erstmals die Marke von 24 Millionen
überschritten. Die Festnetzanschlüsse stiegen um 23,7 Prozent auf
3.368.300 und die Kundenanzahl im Mobilfunk um 3,5 Prozent auf
20.710.800.
Der Ausblick für das heurige Jahr ist stabil, die Dividende soll
wieder bei 5 Cent je Aktie liegen und der Umsatz um rund ein Prozent
zulegen, "trotz Gegenwind durch die neuen Roaming-Regulierung", so
Plater.
Die Anzahl der Mitarbeiter im Gesamtkonzern hat sich im
vergangenen Jahr um 8,8 Prozent auf 17.673 Beschäftigte erhöht. In
Österreich gab es hingegen einen Rückgang von 1,4 Prozent auf 8.512
Personen. "Dafür hat es Sozialpläne gegeben, die zur Gänze von uns
als Unternehmen bezahlt werden, es gibt keinerlei Zuwendungen der
öffentlichen Hand", betonte Mayrhofer. Auch heuer wolle man
effizienter werden, "es ist aber keine größere Restrukturierung
geplant, die über das Tagesgeschäft hinausgeht".
Plater hielt sich bei der Präsentation der Ergebniszahlen strikt
an seine Rolle als Vorstandschef. Einen Auftrag an das Management,
einen Rückzug von der Börse vorzubereiten, gebe es nicht, so der
CEO, "denn solche Aktivitäten werden nicht vom Management
durchgeführt. Wir können solche Fragen nicht kommentieren, denn das
gehört nicht zu unserem Aufgabenbereich."
Die Telekom-Aktie hat am Mittwoch bis 12.45 Uhr um 4,95 Prozent
auf 4,985 Euro zugelegt - allerdings in einem allgemein freundlichen
Umfeld, denn auch der ATX stieg um 2,7 Prozent.
( 0158-16, 88 x 62 mm)
(Schluss) ivn/tsk
ISIN AT0000720008
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