Raiffeisen Bank International - Starkes Konzernergebnis 2015, deutliche Steigerung der Kapitalquoten

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Starkes Konzernergebnis 2015, deutliche Steigerung der Kapitalquoten



Die Raiffeisen Bank Int. (RBI) gab diese Woche überraschend das vorläufige Ergebnis des Geschäftsjahres 2015 bekannt. Das dabei ausgewiesene Konzernergebnis von EUR 383 Mio. übertraf nicht nur die Erwartungen der Analysten sondern auch die zuletzt (mit dem Q3-Ergebnis) geäußerte Managementprognose deutlich. Hauptverantwortlich dafür war eine Verschiebung von Aufwendungen in der Höhe von EUR 124 Mio. vom GJ 2015 auf das GJ 2014, die zu einer Anpassung (Erhöhung) des Konzernfehlbetrags 2014 führte und damit das Ergebnis 2015 entlastete. Letzteres Ergebnis wurde zusätzlich durch geringer als erwartete Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen unterstützt. Für das Geschäftsjahr 2015 wird der RBI-Vorstand vorschlagen, keine Dividende auszuzahlen. Das entspricht unserer Prognose. Eine sehr erfreuliche Entwicklung zeigten die Kapitalquoten. Aufgrund der im derzeit laufenden Transformationsprogramm angestrebten Reduktion der risikogewichteten Aktiva erhöhte sich die Common Equity Tier 1 Ratio (CET1, fully loaded) von 10,8% im Vorquartal auf 11,5% zum Ende des Jahres 2015 (Ende 2014: 10,0%).

Ausblick

Mit der starken Steigerung der CET1-Quote ist die RBI ihrer Zielmarke von 12,0% zum Ende des Jahres 2017 ein großes Stück näher gekommen. Das Risiko, dass Kapitalmaßnahmen zur Stärkung der Bilanz und Erfüllung der regulatorischen Auflagen notwendig sein werden, hat sich damit unserer Ansicht nach deutlich verringert. Dieses Risiko hat die Aktie seit Ende 2014 belastet und zu massiven Abschlägen im Vergleich zu anderen Banken geführt. Als weiterer Belastungsfaktor wird die russische Tochterbank gesehen, die für die Profitabilität der RBI eine wesentliche Rolle spielt. Die Befürchtung ist, dass der niedrige Ölpreis und die damit einhergehende trübe Aussicht für die russische Wirtschaft zu steigenden Kreditausfällen und sinkenden Gewinnen für die RBI in Russland führt. Entgegen dieser Befürchtung konnte die RBI in Russland im GJ 2015 eine solide Profitabilität über dem Vorjahresniveau ausweisen. Insgesamt betrachten wir die Abschläge, zu denen die RBI-Aktie derzeit gehandelt wird, als deutlich übertrieben, besonders im Lichte der Entwicklung im Q4 2015. Wir sehen also ein hohes Kurspotential, weisen aber auch auf das erhöhte Risiko und die Volatilität der Aktie hin.



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