VIG-Einnahmen sanken 2 - "Gute Entwicklung in schwierigem Umfeld"
Segment "Übrige Märkte" wuchs um ein Zehntel auf 1,3 Mrd. Euro
- Wiener Städtische: Deutliches Sachgeschäft-Plus - Große
CEE-Märkte Tschechien, Polen, Slowakei dagegen mit Rückgängen
Die Prämienentwicklung im Jahr 2015 bezeichnete die
Vienna Insurance Group (VIG) am Dienstag als "gut in einem
schwierigen Marktumfeld". Eine positive Wachstumsdynamik habe man in
vielen CEE-Märkten erzielt. Die im Segment "Übrige Märkte"
zusammengefassten Länder hätten erneut ein dynamisches Prämienplus
von rund 10 Prozent - auf nunmehr 1,3 Mrd. Euro - erzielt, so die
VIG.In der im Gesamtkonzern führenden Sparte Schaden/Unfall habe sich
in Österreich die Tochter Wiener Städtische Versicherung
insbesondere im Sachgeschäft vertriebsstark gezeigt und einen
deutlichen Zuwachs von 3,4 Prozent erzielt.
In der Region Österreich, zu der auch die
donau-Zweigniederlassung in Italien zählt, sanken die verrechneten
Prämieneinnahmen 2015 um 0,5 Prozent auf 4,05 Mrd. Euro. Dabei
gingen sie in der Sparte Leben um 1,4 Prozent auf 1,84 Mrd. Euro
zurück, in Schaden/Unfall um 0,4 Prozent auf 1,83 Mrd. Euro. In der
Krankensparte wuchsen sie dagegen um 3,5 Prozent auf 381 Mio. Euro.
Die Auto-Versicherung befinde sich in vielen Ländern unter
starkem Wettbewerbsdruck, so die VIG in einer Aussendung. Daher habe
man gezielt auf andere Sach-Sparten gesetzt und hier durch diese
differenzierte Marktbearbeitung Zuwächse von 3,2 Prozent erzielt.
In der Lebensversicherung habe es trotz des gebremsten Vertriebs
von Einmalerlägen in vielen CEE-Märkten ein bemerkenswertes Wachstum
gegeben. In Polen etwa habe man hier in Lokalwährung die laufenden
Prämien um 5,5 Prozent gesteigert. In Rumänien sei die VIG weiter
auf Kurs, der Anstieg der Leben-Prämien habe 51,8 Prozent betragen,
so das Unternehmen.
Auch die "Übrigen Märkte" - mit 18 Ländern - hätten erneut eine
außerordentliche Performance geliefert - in Leben etwa betrug das
Prämienplus 13,6 Prozent. Besonders kräftig war dabei die Expansion
in Serbien (+22,8 Prozent), Bulgarien (+22,5 Prozent) und den
Baltischen Staaten (+15,0 Prozent). In der Ukraine legten die
Einnahmen in Leben in lokaler Währung um 54,0 Prozent zu. Insgesamt
ist die VIG mit rund 25 Gesellschaften in 25 Ländern vertreten.
Größter Einzelmarkt nach Österreich ist Tschechien, hier sanken
die verrechneten Prämien voriges Jahr um 5,0 Prozent auf 1,78 Mrd.
Euro. In Leben betrug das Minus 16,5 Prozent auf 717 Mio. Euro, in
Schaden/Unfall stiegen die Einnahmen um 4,8 Prozent auf 1,06 Mrd.
Euro.
In Polen schrumpften die Einnahmen um 22,5 Prozent auf 844 Mio.
Euro, dabei in Leben um 31,6 Prozent auf 364 Mio. Euro und in
Schaden/Unfall um 13,9 Prozent auf 480 Mio. Euro. In der Slowakei
nahm man insgesamt mit 724 Mio. Euro um 1,5 Prozent weniger ein,
dabei gingen die Prämien in Leben um 4,1 Prozent auf 380 Mio. Euro
zurück und stiegen in Schaden/Unfall um 1,5 Prozent auf 344 Mio.
Euro. In Rumänien stand ein Plus von 25,4 Prozent auf 446 Mio. Euro,
dabei in Leben um 51,8 Prozent auf 83 Mio. und in Schaden/Unfall um
20,6 Prozent auf 363 Mio.
(Forts. mögl.) sp/tsk
ISIN AT0000908504
WEB http://www.vig.com
ISIN AT0000741053
WEB http://www.evn.at