conwert nach drei Quartalen tiefschwarz: Nettogewinn bei 65 Millionen
Nach ersten neun Monaten im Vorjahr gab es noch Minus von 23
Mio. Euro - Ausblick für heuer bestätigt, für 2016 erhöht -
"Bestes operatives Ergebnis seit Gründung"
Der börsenotierte Immobilienkonzern conwert ist im
Vorjahresvergleich nach neun Monaten tiefschwarz unterwegs und hat
einen Nettogewinn von 64,9 Mio. Euro (2014: minus 23 Mio. Euro)
erwirtschaftet, sagte ein Firmensprecher auf APA-Anfrage. Das
Betriebsergebnis (EBIT) kletterte im Vergleich zur Vorjahresperiode
um 89 Prozent auf 142,9 Mio. Euro, teilte das Unternehmen
Dienstagabend ad hoc mit.Das in der Immo-Branche wichtige Ergebnis vor Steuern und
Immo-Verkäufen (FFO I) stieg ebenso um kräftige knapp 50 Prozent auf
38,1 Mio. Euro. Der Umsatz stieg im Vergleich zu den ersten neun
Monaten des Vorjahres um 14 Prozent auf 294,6 Mio. Euro. Das
Ergebnis vor Zu- und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 5,4 Prozent
auf 86,9 Mio. Euro.
Insgesamt handle es sich um das "beste operative Ergebnis seit
Gründung" der conwert. Das Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) ist
wegen des guten operativen Geschäftsverlaufs und eines geringeren
Finanzierungsaufwandes auf 83,9 Mio. Euro (27,8 Mio. Euro)
gestiegen.
Die wenigen Rückgänge, die sich ergaben, waren einerseits das
minimale Minus beim Net Rental Income (NRI, Nettomieteinnahmen) von
einem Prozent auf 111,8 Mio. Euro. Andererseits sanken auch die
Vermietungserlöse um 6,1 Prozent auf 170,2 Mio. Euro und die
Dienstleistungserlöse um 19,0 Prozent auf 5,5 Mio. Euro.
Die Veräußerungserlöse stiegen wegen einer "Straffung des
Portfolios" auf 118,9 Mio. Euro (70,9 Mio. Euro). Für das Gesamtjahr
rechnet das Unternehmen mit einem Wert zwischen 150 und 200 Mio.
Euro. Die Leerstandsquote sank konzernweit auf 8,7 Prozent (10,4
Prozent). Im Kernbereich Wohnen sank die Quote von 6,0 auf 4,5
Prozent.
Wolfgang Beck, CEO von conwert, zum Ergebnis: "Die erfreulichen
Neun-Monats-Zahlen für 2015 sind das Ergebnis unserer gesteigerten
operativen Profitabilität, einer bereits verbesserten Finanzstruktur
und der Straffung unseres Portfolios." Das Unternehmen werde "diesen
Weg weiter gehen und insbesondere noch 2015 auf der
Finanzierungsseite weitere Verbesserungsmaßnahmen umsetzen".
Für das Gesamtjahr erwartet die Firma, die stark in Deutschland
engagiert ist, deswegen "weitere Fortschritte auf dem Weg zu
nachhaltigem Ergebniswachstum und verbesserter Profitabilität". Das
Ziel für den FFO I heuer von 48 Mio. Euro wurde bestätigt, jene für
2016 von 60 Mio. Euro auf 65 Mio. Euro erhöht.
Von der APA befragte Analysten hatten im Durchschnitt für die
ersten drei Quartal Mieterlöse über 170,3 Mio. Euro (-6 Prozent)
prognostiziert, ein EBITDA von 82,5 Mio. Euro (+4 Prozent), ein Ebit
von 75,5 Mio. Euro (+62 Prozent) und einen Nettogewinn von 45 Mio.
Euro (nach -23 Mio. Euro im Vorjahresvergleich). Den Sprung in die
schwarzen Zahlen hat das Immobilienunternehmen im Vergleich zum
Vorjahr bereits zum Halbjahr genommen.
(Schluss) phs/hac
ISIN AT0000697750
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