Telekom Austria will Telekom Srbija nicht - Medien
Telekom drohen Steuernachzahlungen nach illegaler
Parteienfinanzierung
Die Telekom Austria hat für die zur
Privatisierung anstehende Telekom Srbija nicht mitgeboten, berichtet
die "Presse" (Dienstagausgabe). Die Telekom wollte sich auf Anfrage
dazu einmal mehr nicht äußern. Die Telekom hatte sich 2011 um den
serbischen Staatsbetrieb bemüht, den Verkäufern war der gebotene
Preis aber zu wenig.Das "WirtschaftsBlatt" berichtet indes in der aktuellen Ausgabe,
dass der Telekom Austria erhebliche Steuernachzahlungen aus den
diversen Affären rund um Parteienfinanzierungen drohen. Demnach
ermitteln die Finanzbehörden im Auftrag der Staatsanwaltschaft, es
soll auch bereits Einvernahmen gegeben haben.
Der Hintergrund: Die mittlerweile unter der Kontrolle der
mexikanischen America Movil befindlichen Telekom hat die illegalen
Parteispenden als "normales" Geschäft getarnt und daher auch normal
versteuert. Das bedeutet, dass für die Scheinrechnungen der
Vorsteuerabzug geltend gemacht wurde.
Die Telekom betonte auf APA-Anfrage, dass man sich bei etwaigen
Nachzahlungen an den Verursachern schadlos halten werde. Das dürfte
aber schwierig werden, weil mehrere involvierte Personen inzwischen
bereits mit ihren Firmen in die Pleite geschlittert sind oder sich
bereits bei den Gerichtsverhandlungen als mittellos bezeichnet
hatten.
(Schluss) stf/itz
ISIN AT0000720008
WEB http://www.telekomaustria.com
http://www.obib.co.at
http://www.americamovil.com/amx/en/