Verbund - Kelag - Kärntner Finanzreferentin schließt Anteilsverkauf aus

VERBUND

63,10 EUR +0,00 %
→ Chart → Stammdaten → Forum

Kelag - Kärntner Finanzreferentin schließt Anteilsverkauf aus


Schaunig verweist auf Landesverfassung



"Ein Verkauf ist aus rechtlichen Gründen nicht möglich und wirtschaftlich nicht sinnvoll." So hat Kärntens Finanzreferentin Gabriele Schaunig (SPÖ) auf die neuesten Kauf-Avancen der Verbund AG für Anteile am Kärntner Energieversorger Kelag reagiert. Schaunig verweist auf eine Absicherung durch die Landesverfassung und eine Halteverpflichtung im Vertrag mit der Kelag-Miteignerin RWE.
63,10 EUR +0,00%
Hoch 63,75 Tief 62,75 Vortag 63,10

Die Eigentümerkonstruktion bei der Kelag ist eine komplizierte. Die Kärntner Energieholding Beteiligungs GmbH hält 51 Prozent an der Kelag. Die Energieholding teilen sich Land Kärnten zu 51 Prozent und die RWE zu 49 Prozent. Die restlichen Kelag-Anteile halten die RWE mit direkten weiteren knapp 13 Prozent und der Verbund mit rund 35 Prozent. Ein knappes Prozent befindet sich im Streubesitz.

Schaunig teilte in einer Aussendung mit, die Landesanteile an der Kelag seien mehrfach abgesichert - sowohl durch die Landesverfassung, als auch durch den zivilrechtlichen Status des Partnerschaftsvertrages (mit RWE) samt dort verankerter Halteverpflichtung der Anteile. Dies wurde auch durch ein aktuelles Rechtsgutachten belegt, das von der Landesholding eingeholt wurde.

Artikel 41 der Kärntner Landesverfassung, auf den Schaunig verweist, besagt, dass "von den Anteilsrechten an der Kärntner Energieholding Beteiligungs GmbH müssen mindestens 51 Prozent des Stammkapitals im Eigentum des Landes Kärnten stehen".

Spekuliert wird von mancher Seite jedoch darüber, ob man durch eine Beteiligungsaufstockung des Verbundes, der sich zu 51 Prozent in staatlich-öffentlichen Besitz befindet, nicht eine öffentliche Mehrheit an der Kelag sichern könnte, die noch dazu dringend benötigtes Geld in die leere Kassa des südlichsten Bundeslandes spült. "Wenn vom Finanzminister Druck kommt, wird es eher eine Diskussion, sonst nicht. Die wissen ja, dass wir kaufen wollen", wurde Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber wie berichtet in der Zeitung "Presse" am Freitag zitiert. "Es wurde bereits mehrfach festgehalten, dass eine etwaige Veräußerung von Anteilen der Kelag keinesfalls in Frage komme", sagte Schaunig heute.

Das Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetz 2010 (Elwog) des Bundes, das aus Verstaatlichtengesetzen hervorging, besagt lediglich, dass Mehrheitsbeteiligungen an Elektrizitätsunternehmen öffentlich zu halten sind. Über eine Verfassungsänderung durch den Landtag könnte Kärnten also wohl doch Kelag-Anteile abgeben - so lange die Kelag-Anteile insgesamt nur mehrheitlich öffentlich bleiben.

Kärnten ist abgesehen vom ungelösten Landeshaftungsproblem - mehr als 10 Mrd. Euro für die frühere Hypo Alpe Adria - mit rund 3 Mrd. Euro (Rechnungsabschluss 2014) verschuldet - das Budget hat ein Volumen von rund 2 Mrd. Euro.

(Schluss) phs/stf

 ISIN  AT0000746409
 WEB   http://www.kelag.at
       http://www.verbund.com



ATX (Wiener Börse Index) : 5852.36 -0.2% ATX Intraday Chart Börse Wien
          [Aktienkurse >>]

BÖRSE-NEWS
Kapital&Wert — Purgstaller als Vorstand bei Wiener Privatbank bestellt
Telekom Austria — Telekom Austria dank Geschäft in CEE im ersten Quartal im Aufwind
Allgemeines — Billig-Airline Ryanair droht und lockt Österreichs Regierung
Allgemeines — Billig-Airline Ryanair droht und lockt Österreichs Regierung
Agrana — Agrana - Erste Group erhöht Kursziel leicht von 12,5 auf 12,7 Euro
BAWAG — BAWAG will Irland-Übernahme in Q4 2026 oder Q1 2027 abschließen
Raiffeisen Bank International — RBI - Barclays erhöht Kursziel leicht von 39,0 auf 40,0 Euro
Erste Group Bank — Erste Group - Barclays erhöht Kursziel von 119 auf 123 Euro
BAWAG — BAWAG-Expansion schiebt Gewinn im 1. Quartal weiter an
BAWAG — # BAWAG-Nettogewinn in Q1 um 16 Prozent auf 232,3 Mio. Euro gestiegen
Fabasoft — Fabasoft beschließt Aktienrückkauf
Addiko Bank — Addiko-HV - Unzufriedenheit über Dividendenblockade
Allgemeines — Hipp-Rückruf - Ermittlung wegen Erpressung, noch ein Glas in Umlauf
Allgemeines — Hipp-Rückruf - Ermittlung wegen Erpressung, noch ein Glas in Umlauf
   [weitere News >>]