Telekom Austria - Kemler wünscht "neuem CEO" Plater Alles Gute
Interimistischer ÖBIB-Geschäftsführer verabschiedet sich aus
dem Telekom-Austria-Aufsichtsrat
Offenbar sehen nicht nur Außenstehende den
Argentinier Alejandro Plater als "geheimen CEO" der Telekom Austria.
Zumindest wünschte der scheidende Telekom-Aufsichtratsvorsitzende
Rudolf Kemler in der heutigen Hauptversammlung dem "neuen CEO" Alles
Gute - wobei der akustische Unterschied zwischen "CEO" und "COO"
eher gering ist. Groß aufgefallen ist es in der Hauptversammlung
jedenfalls nicht."Thank you, Alejandro. Ich darf hinzufügen, dass ich dem neuen
CEO Alles Gute wünsche für sein weiteres Wirken hier im
Unternehmen", sagte Kemler, interimistischer Geschäftsführer der
ÖIAG-Nachfolgegesellschaft ÖBIB, am Mittwoch in der ordentlichen
Hauptversammlung. Zuvor hatte sich der medienscheue, neue COO Plater
den Telekom-Aktionären vorgestellt.
Damit verabschiedet sich Kemler vom Aufsichtsrat der
teilstaatlichen Telekom Austria. Es ist dies heute der letzte Tag
von Kemler im Kontrollgremium des Unternehmens. Seine Abwahl ist
seit längerem paktiert. Kemler ist bereits aus den Aufsichtsräten
von OMV und Post ausgeschieden. Im Telekom-Aufsichtsrat sollen ihm
und dem ÖBIB-Manager Günter Leonhartsberger heute die Salzburger
Industrielle Karin Exner-Wöhrer und Ex-OMV-Chef Wolfgang
Ruttenstorfer nachfolgen.
Mehrheitseigentümer America Movil hatte neben dem tatsächlichen
Chief Executive Officer (CEO), Generaldirektor Hannes Ametsreiter,
im März Plater als seinen Vertreter zur Seite gestellt. Insider
sprachen damals von einem "geheimen CEO", den der mexikanische
Telekom-Tycoon Carlos Slim nach Wien geschickt habe.
(Schluss) pro/tsk
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