Verbund 2 - Stromerzeugung deutlich gestiegen
Erzeugung aus Wasserkraft im ersten Quartal um 8,8 Prozent
höher
Der börsennotierte Stromkonzern Verbund hat im
ersten Quartal 2015 deutlich mehr Strom produziert. Die
Eigenerzeugung stieg um 13,9 Prozent bzw. 910 Gigawattstunden (GWh)
auf 7.453 GWh. Der Stromabsatz wuchs um 14,7 Prozent auf 12.574 GWh,
geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten Quartalsbericht hervor.Die Wasserkrafterzeugung stieg wegen der überdurchschnittlichen
Wasserführung um 8,8 Prozent bzw. 497 GWh auf 6.162 GWh. Der
Erzeugungskoeffizient der Laufkraftwerke lag mit 1,03 um 3 Prozent
über dem langjährigen Durchschnitt und um 10 Prozentpunkte über dem
Vorjahreswert.
Die Erzeugung aus Wärmekraft stieg um 54,4 Prozent bzw. 357 GWh
auf 1.014 GWh. Das Gaskraftwerk im steirischen Mellach produzierte
wegen des höheren Einsatzes für das Engpassmanagement um 115 GWh
mehr. Weiters wurde im zur Schließung anstehenden Kohlekraftwerk
Dürnrohr der Kohleeinsatz zum Abbau der Vorräte forciert. Die
Maßnahmen zur Schließung von Dürnrohr im zweiten Quartal 2015 würden
planmäßig durchgeführt. Der Verkauf der beiden französischen
Gaskraftwerke Pont-Sur-Sambre und Toul und der Ausstieg aus der
italienischen Beteiligung Sorgenia seien im ersten Quartal
abgeschlossen worden.
Die Erzeugung aus Windkraft- und Photovoltaikanlagen stieg um
24,9 Prozent auf 278 GWh.
Der Stromabsatz wuchs um 14,7 Prozent auf 12.574 GWh. Auf dem
österreichischen Markt wurden mit rund 6.700 GWh (+9,8 Prozent) rund
53 Prozent des verkauften Stroms abgesetzt. Zweitgrößter Absatzmarkt
war Deutschland mit rund 4.400 GWh (+7,6 Prozent). In Frankreich
stieg der Absatz durch die Vermarktungsmengen aus den veräußerten
Kraftwerken und höhere Abgaben an Weiterverteiler und Händler um 146
Prozent auf 1.255 GWh. Die Stromerlöse legten um 4,3 Prozent auf
579,4 Mio. Euro zu.
Mit dem laufenden internen Kostensenkungs- und
Effizienzsteigerungsprogramm sollen bis Ende 2015 kumuliert über
drei Jahre 165 Mio. Euro eingespart werden, bekräftigte der Verbund
in der heutigen Mitteilung. Die Investitionspläne für 2015 bis 2017
wurden Ende 2014 auf 870 Mio. Euro gestrafft. Die Marktoffensive und
der Ausbau der kundennahen Services würden fortgesetzt. Die Zahl der
Stromkunden sei per Ende März bei rund 333.000 gelegen, jene der
Gaskunden bei rund 11.000.
Beschäftigt waren im Verbund-Konzern laut Zwischenbericht 3.092
Mitarbeiter (durchschnittlicher betriebswirtschaftlicher
Personalstand), um 5,2 Prozent weniger als im Jahr davor (3.260).
Der Personalaufwand sank um 4,9 Mio. Euro auf 80,2 Mio. Euro.
Gründe dafür waren vor allem das Kostensenkungs- und
Effizienzsteigerungsprogramm sowie der Verkauf französischen
Gaskraftwerke. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte
und Sachanlagen sanken um 2,3 Mio. auf 94,0 Mio. Euro.
Die Nettoverschuldungsgrad betrug 72,1 Prozent, nach 66,5 Prozent
im ersten Quartal 2014 und 76,9 Prozent per Jahresende 2014.
Das Konzernergebnis stieg im ersten Quartal um 54,9 Prozent auf
63,4 Mio. Euro, das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und
Abschreibungen) um 5,2 Prozent auf 217,8 Mio. Euro und der Umsatz um
4,7 Prozent auf 712,1 Mio. Euro.
Die Verbund-Zahlen lagen über den Erwartungen. Von der APA
befragte Analysten hatten im Mittel einen Nettogewinn von 60 Mio.
Euro, ein EBITDA von 214,5 Mio. Euro und einen Umsatz 667,5 Mio.
Euro erwartet.
Die Verbund-Aktie notierte am Vormittag mit 15,325 Euro um 1,36
Prozent über dem Vortageswert, der ATX um 0,29 Prozent.
(Schluss) itz/tsk
ISIN AT0000746409
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