Hochegger mit neuen Anzeigen zu Spot/Telekom großteils abgeblitzt
"Kurier": Keine Ermittlungen gegen Telekom-Manager - Nur
Ermittlungen gegen Kronzeugen Schieszler und Spot-Chef
Ex-Lobbyist Peter Hochegger ist mit neuen Anzeigen
in der Causa Spot/Telekom Austria laut einem "Kurier"-Bericht
(Online-Ausgabe) großteils abgeblitzt. Nach einer Nachtragsanzeige
Hocheggers vom Jänner 2015 habe die Staatsanwaltschaft Wien keine
Ermittlungen gegen 19 der 21 angezeigten Personen aufgenommen. Dies
wurde der APA von der Staatsanwaltschaft Wien bestätigt.Die Ermittlungsbehörden sehen keinen Untreue-Verdacht beim
Großteil der von Hochegger Angezeigten. Gegen den Telekom-Kronzeugen
Gernot Schieszler und den früheren Spot-Chef werde allerdings
ermittelt.
Hochegger hatte Zahlungen von 5,4 Mio. Euro der Telekom Austria
an die Spot AG angezeigt. Das Geld soll für Beratungsleistungen der
Spot AG für die Telekom Austria geflossen sein, unter anderem für
Beratung beim Kauf des Mitbewerbers eTel. Schieszler soll die
Zahlungen für die Telekom abgezeichnet haben. Hochegger äußerte
allerdings Untreueverdacht. Alle von Hochegger Beschuldigten, auch
Schieszler, haben die Vorwürfe stets zurückgewiesen.
Hochegger ist in einer Parteispendenaffäre rund um die Telekom
Austria und das BZÖ wegen Beitrags zur Untreue und falscher
Zeugenaussage im parlamentarischen Untersuchungsausschuss im
September 2013 nicht rechtskräftig zu zweieinhalb Jahren Haft
verurteilt worden. Schieszler hatte in dem Verfahren den Lobbyisten
belastet.
(Schluss) gru/cri
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