Verbund - Verbund-Chef sieht Strompreis-Potenzial eher nach unten

VERBUND

64,10 EUR +1,58 %
→ Chart → Stammdaten → Forum

Verbund-Chef sieht Strompreis-Potenzial eher nach unten


Bereits 7 Prozent Privatkunden-Marktanteil mit 322.000 Abnehmern - Anzengruber: Bei E-Autos "Dienstwagen-Steuer" streichen - "Wissen noch nicht was uns bei Energieeffizienz anerkannt wird"



Für die Endkunden-Strompreise sieht Verbund-Generaldirektor Wolfgang Anzengruber am Markt mittelfristig kein Erhöhungspotenzial, sondern eher eine Stagnation oder vielleicht sogar die Möglichkeit einer Senkung. Dies könnte aber, wie in der Vergangenheit, auch wieder durch höhere Steuern oder Abgaben egalisiert werden, meinte Anzengruber am Mittwoch im Bilanzpressegespräch.
64,10 EUR +1,58%
Hoch 65,10 Tief 62,90 Vortag 63,10

Der Verbund selbst zählte zu Jahresende bereits rund 322.000 Privatkunden und brachte es damit in diesem Stromkunden-Segment auf 7 Prozent Marktanteil. Zudem bietet der Verbund seinen Stromkunden seit Herbst auch Gas an, im Vorjahr konnten schon 3.000 Privatkunden gewonnen werden, die Entwicklung gehe weiter gut voran. Bei Stromkunden in Industrie und Gewerbe hielt der Verbund zu Jahresende bei rund 20 Prozent Marktanteil.

Zugunsten der E-Mobilität wünscht sich der Verbund-Chef Anreize wie sie etwa Norwegen oder Berlin setze. Auch könnte man die "Dienstwagen-Steuer" streichen, sofern Fahrzeuge mit Strom betrieben, meinte Anzengruber.

Mit dem Energieeffizienzgesetz, das seit Anfang 2015 gilt, sei man ja von Anfang an "nicht glücklich" gewesen, nun wisse man aber noch immer nicht, was man als Verbund an Maßnahmen anerkannt bekomme. Dafür wäre es aber Zeit, gab Anzengruber zu verstehen, denn wenn man als Produzent zu wenig eingespart habe (die Hälfte muss von diesen geleistet werden), dann drohe eine Strafzahlung von 200 Euro pro Megawattstunde (MWh), das sei "das Sechsfache des Marktpreises" für Strom.

Das Energieeffizienzgesetz sieht bis 2020 in Österreich ein Einsparungsziel von 310 Petajoule vor. Das seien 86 Mrd. Kilowattstunden (kWh) bzw. 86 Terawattstunden (TWh), also das 1,2-Fache des jährlichen Stromverbrauchs in Österreich von 70 TWh, rechnete Anzengruber vor. 159 PJ an Einsparungen müssen durch Beiträge der Energielieferanten zustande kommen, der Rest (151 PJ) durch strategische Maßnahmen.

(Forts. mögl.) sp/itz

ISIN AT0000746409 WEB http://www.verbund.com

 ISIN  AT0000743059
 WEB   http://www.omv.com



ATX (Wiener Börse Index) : 5809.61 -0.7% ATX Intraday Chart Börse Wien
          [Aktienkurse >>]

BÖRSE-NEWS
Allgemeines — Amazon will im oberösterreichischen Reichersberg investieren -Zeitung
Allgemeines — AUA springt nach Lufthansa-Streichungen mit mehr Flügen in Bresche
Allgemeines — AUA springt nach Lufthansa-Streichungen mit mehr Flügen in Bresche
Allgemeines — Autozulieferer Nemak plant Werkschließung in NÖ, 330 Jobs betroffen
Telekom Austria — Telekom Austria dank Geschäft in CEE im ersten Quartal im Aufwind
Kapital&Wert — Purgstaller als Vorstand bei Wiener Privatbank bestellt
Telekom Austria — Telekom Austria dank Geschäft in CEE im ersten Quartal im Aufwind
Allgemeines — Billig-Airline Ryanair droht und lockt Österreichs Regierung
Allgemeines — Billig-Airline Ryanair droht und lockt Österreichs Regierung
Agrana — Agrana - Erste Group erhöht Kursziel leicht von 12,5 auf 12,7 Euro
BAWAG — BAWAG will Irland-Übernahme in Q4 2026 oder Q1 2027 abschließen
Raiffeisen Bank International — RBI - Barclays erhöht Kursziel leicht von 39,0 auf 40,0 Euro
Erste Group Bank — Erste Group - Barclays erhöht Kursziel von 119 auf 123 Euro
BAWAG — BAWAG-Expansion schiebt Gewinn im 1. Quartal weiter an
   [weitere News >>]