Verbund startet Inbetriebnahme von Kraftwerk Reißeck II
Kommerzielle Nutzung ab dem Sommer - Kraftwerksgruppe im
Kärntner Mölltal mit über 1.400 Megawatt Turbinenleistung -
385 Mio. Euro investiert
Der Verbund beginnt in der kommenden
Woche mit der schrittweisen Inbetriebnahme des
Pumpspeicherkraftwerks Reißeck II im Kärntner Mölltal. Die Phase
dauert einige Wochen, kommerziell genutzt wird das Kraftwerk ab dem
Sommer. Investiert wurden 385 Mio. Euro. Investitionspartner sind
die Kelag mit 45 und die oberösterreichische Energie AG mit zehn
Prozent, so Verbund-Sprecher Robert Zechner zur APA.2010 war der Spatenstich für das Kraftwerk, mit dem die bisher
hydraulisch getrennten Kraftwerkssysteme Reißeck und Malta verbunden
wurden. Die damit entstandene Kraftwerksgruppe hat über 1.400
Megawatt (MW) Turbinenleistung. Allein Reißeck II könne "auf
Knopfdruck" so viel Strom erzeugen wie 200 Windkraftanlagen, hieß es
in einer Aussendung am Freitag.
In der ersten Bauphase wurde die Maschinen- und Trafokaverne im
Inneren des Berges ausgebrochen. Bis zu 200 Tonnen schwere
Kraftwerkskomponenten, Turbinen und Trafos, wurden angeliefert, auf
den Berg geschafft und montiert. "Jetzt ist alles fertig", sagte
Zechner. Während der nun startenden Abschlussphase, der "nassen
Inbetriebsetzung", werden sämtliche Kraftwerkskomponenten erprobt
und justiert. Die Betonhaut des 2,7 Kilometer langen
Triebwasserstollens zum Großen Mühldorfer See wird während dieser
Zeit noch abgedichtet.
Länger als geplant wird die zum Stollen parallel verlaufende alte
Druckrohrleitung in Betrieb gehalten. Deshalb bleibt der
Tourismusbetrieb am Reißeck heuer auf die Bergstation Schoberboden
beschränkt. Eine geplante Busverbindung von dort zum Seenplateau
wird es in diesem Jahr nicht geben, weil dafür erst der Tunnel,
durch den die alte Druckrohrleitung verläuft, erweitert werden muss.
(Schluss) ton/feh/itz
ISIN AT0000746409
WEB http://www.verbund.com
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