RBI muss aus Russland Risko rausnehmen, "sprechen nicht über Verkauf"
Konzern kündigt insgesamt Abbau riskanter Vermögensteile um
mindestens 20 Prozent an, um Kapitalpuffer auszubauen - Aber
keine Kapitalerhöhung
Die Raiffeisen Bank International (RBI)
verpasst sich einen Schrumpfkurs. Dabei werden Bilanzrisiken
(risikogewichtete Aktiva/RWA) von "mindestens 20 Prozent" abgebaut.
Damit soll der Kapitalpuffer ausgebaut werden, hieß es in einer
Pflichtmitteilung nach Aufsichtsratsberatungen am Mittwochabend.
Auch aus Russland werden Risiken herausgenommen.Der Abbau der risikogewichteten Aktiva werde auch das
Russland-Exposure der RBI-Gruppe betreffen, heißt es in der
Mitteilung. Dazu hielt die Bank fest, "dass entgegen Marktgerüchten
keine Verkaufsgespräche" zu ihrer russischen Tochterbank geführt
würden.
In den vergangenen Tagen hatten wie berichtet Gerüchte über einen
möglichen Rückzug aus Russland, aber etwa auch aus Polen, die Runde
gemacht.
Aus dem Russland-Segment erwartet die RBI nach eigenen Angaben
für 2014 weiterhin deutlich über 300 Mio. Euro Gewinn. Trotz
erwarteter höherer Wertberichtigungen rechne man auch für 2015 in
Russland mit einem positiven Ergebnis.
Noch vor der Zahlen-Bekanntgabe für 2014 - die seit einigen Tagen
auf den 9. Februar vorverlegt ist - nannte die Bank heute abend auch
eine Kapitalkennzahl: Demnach liege per 31. Dezember 2014 die
"Common Equity Tier 1 Ratio (fully loaded)"/Basel III der Raiffeisen
Bank International AG bei rund 10 Prozent. Die Eigenmittelquote
liege bei über 15 Prozent. Die RBI erfülle somit sämtliche
regulatorische Kapitalerfordernisse komfortabel. "Der Vorstand der
RBI stellt klar, dass keine Kapitalerhöhung geplant ist", heißt es
in der Pflichtmitteilung.
(Schluss) rf/dkm
ISIN AT0000606306
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