RBI weist Verkaufsgerüchte um Russlandtochter zurück
"Überhaupt keine Intention" - Töchter auf Prüfstand
Die börsennotierte Raiffeisen Bank International
(RBI) hat neuerlich aufgeflammte Gerüchte um einen Verkauf ihrer
russischen Tochterbank zurückgewiesen. Davor war am Montag die
russische Alfa Bank für die RBI-Tochter ins Gespräch gebracht
worden. RBI-Chef Karl Sevelda spricht im "Standard" von "Gerüchten,
die jeder Grundlage entbehren".Es gebe "überhaupt keinen Kontakt" zur Alfa Group und auch
"überhaupt keine Intention, unsere russische Bank zu verkaufen",
wird Sevelda in der Zeitung vom Dienstag zitiert. Bisher war das
Russlandgeschäft der größte Ertragsbringer für die Raiffeisen Bank
International.
Die Russian Media Monitoring Agency WPS hatte sich am Montag auf
die Internetplattform banki.ru berufen, die von Verhandlungen der
RBI mit der russischen Alfa-Bank rund um den Milliardär Mikhail
Fridman wissen will. Die Verhandlungen würden bereits seit Herbst
2014 laufen und sollten ursprünglich bis Jahresende beendet werden,
schrieb WPS. Dieser Zeitplan sei gescheitert nun werde als Abschluss
für das erste Quartal 2015 angepeilt, so der "Standard". All diese
Darstellungen wies die RBI zurück.
Im heutigen "WirtschaftsBlatt" wird ebenfalls über einen
möglichen Verkauf von Familiensilber spekuliert, als eine Option zur
Kapitalstärkung, nachdem eine weitere Kapitalerhöhung bei der RBI
nicht zur Debatte stehe. Derzeit stünden alle Tochterunternehmen auf
dem Prüfstand, im ersten Halbjahr 2015 sollen Ergebnisse präsentiert
werden. Schwierig wäre ein Verkauf des Ukraine- sowie des
Ungarn-Geschäfts, zumindest würde die RBI keinen vernünftigen Preis
dafür bekommen. Also müssen, so heißt es, mitunter erfolgreichere
Beteiligungen abgegeben werden: Töchter, die eine Eigenkapitalgröße
von 500 bis 600 Mio. Euro ausweisen und dazu noch Gewinne schreiben.
Darunter fallen dem Bericht nach unter anderem jene in der Slowakei,
in Tschechien, Rumänien, Kroatien oder auch Serbien.
(Schluss) rf/ivn
ISIN AT0000606306
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