VERBUND weist Rechnungshof-Kritik an Auslandsaktivitäten entschieden zurück
Unabhängig von den seit damals vorgenommenen
Veränderungen weist VERBUND entschieden die Aussagen des
Rechnungshofes im Bericht vom 14. Oktober 2014 zurück, das
Unternehmen hätte bei seinen Auslandsaktivitäten in den Jahren 2008
bis 2012 die Sorgfaltspflicht verletzt.
VERBUND geht bei allen Geschäftsaktivitäten, so auch bei seinen
Auslandsaktivitäten, mit äußerster Sorgfalt vor, hat dies auch in den
untersuchten Jahren getan und sieht deshalb keine Grundlage für die
vom Rechnungshof empfohlenen Schritte.
So hat VERBUND die vom Rechnungshof empfohlenen Marktanalysen und
Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen vor den Auslandsinvestitionen -
bereits damals - natürlich durchgeführt. Ohne sie wäre VERBUND
International diese Beteiligungen nicht eingegangen und hätten die
Muttergesellschaft VERBUND, die finanzierenden Banken und die
Wirtschaftsprüfer die Zustimmung dafür nicht gegeben.
Für dieses äußerst sorgfältige Vorgehen von VERBUND vor jeder
Auslandsbeteiligung spricht allein schon die große Anzahl von
Projekten, die zwar geprüft, aber schlussendlich verworfen wurden.
Ihre Zahl übersteigt die der eingegangenen Beteiligungen bei weitem.
So wurden in dem vom Rechnungshof geprüften Zeitraum rund 20
Beteiligungen im Ausland geprüft, aber nur die damals
erfolgversprechenden in Deutschland, der Türkei, Frankreich und
Italien auch tatsächlich realisiert.
Eine Reihe von Analysten der großen Beratungsunternehmen und Banken,
haben diese Vorgangsweise ausdrücklich gutgeheißen und VERBUND für
seine damaligen ausländischen Beteiligungen ein hervorragendes
Zeugnis ausgestellt. So zählte VERBUND wegen seiner internationalen
Aktivitäten im Vergleich mit anderen europäischen Top-Playern zu den
Unternehmen, die ein starkes profitables Wachstum aufwiesen.
Besonders hervorzuheben ist, dass auch die Finanzmärkte die damaligen
Entscheidungen von VERBUND bestätigt und insbesondere die
Beteiligungen in der Türkei, Frankreich und Italien als nachhaltig
profitable Investitionen beurteilt haben. Auch hat sich die
VERBUND-Aktie im Zuge dieser Beteiligungen äußerst positiv
entwickelt.
Das Umdenken in der Energiepolitik im Zuge der Ereignisse von
Fukushima, unvorhersehbare regulatorische Entwicklungen, insbesondere
auf dem CO2-Markt, sowie die Wirtschafts- und Finanzkrise mit ihrer
Absatzflaute haben zu einem grundlegenden Umbruch in der europäischen
Energiebranche geführt, wobei insbesondere der Wert der
Auslandsbeteiligungen in Frankreich und Italien negativ beeinflusst
wurde. Von diesen Entwicklungen waren und sind nicht nur VERBUND,
sondern alle europäischen Energie-Versorgungsunternehmen negativ