Q2/14 Trading Statement
Dieses Trading Statement bietet grundlegende, vorläufige Informationen über das am
30. Juni 2014 abgelaufene Quartal inklusive Daten betreffend das wirtschaftliche Umfeld sowie
die Performance von OMV in dieser Periode. Die Q2/14-Ergebnisse des OMV Konzerns werden
am 12. August 2014 veröffentlicht. Die hiermit publizierten Informationen können sich ändern und
von den endgültigen Zahlen, die veröffentlicht werden, abweichen.
Exploration und Produktion
Das Produktionsniveau in Q2/14 sank um 5% vs. Q1/14, hauptsächlich aufgrund von Produkti-onsstillständen in Libyen infolge anhaltender Sicherheitsprobleme sowie aufgrund einer schwä-cheren Performance in Kasachstan, wegen technischer Schwierigkeiten. Diese Effekte wurden teilweise durch die erfolgreiche Inbetriebnahme von Gudrun (Norwegen) sowie leicht gestiegener Produktionsmengen in Österreich und Rumänien ausgeglichen. Während Erdgas-Verkaufsmengen vs. Q1/14 stiegen, wurde die Performance des Quartals durch niedrigere Erdöl-Verkaufsmengen belastet, die aufgrund von signifikant geringeren Liftings, hauptsächlich in Nor-wegen und Libyen, um 18% fielen. Die Explorationsaufwendungen stiegen signifikant auf rund EUR 180 Mio (davon rund EUR 20 Mio als Sonderaufwand klassifiziert), hauptsächlich aufgrund der Erfassung der nicht fündigen Bohrungen in Gabun, auf den Färöer Inseln sowie in Norwegen. Die Produktionskosten stiegen vs. Q1/14 infolge höherer Personalkosten in Rumänien sowie des Produktionsstarts von Gudrun. Die Entwicklung der Ölpreise hatte einen geringen positiven Ein-fluss auf die Q2/14-Performance. Der große Stillstand der Raffinerie Petrobrazi, der notwendig war um die finale Phase des Investitionsprogramms abzuschließen, führte zu einem höheren La-gerstand von Rohöl aus Eigenförderung. Dies führte zu nicht realisierten Gewinnen von rund EUR 40 Mio, die in der Zeile Konsolidierung eliminiert werden.
Gas und Power
Das G&P-Marktumfeld ist weiterhin herausfordernd. Die gesamten Erdgas-Verkaufs- und Tra-dingmengen sind vs. Q2/13 gestiegen, allerdings ausschließlich aufgrund von höheren Trading-mengen. Die erheblichen Vorjahres-Verluste im Bereich Supply, Marketing und Trading wurden, hauptsächlich aufgrund der neuverhandelten Gasbezugs-Verträge mit Gazprom und Statoil, groß-teils eliminiert. Die Erdgas-Marge in der Türkei war aufgrund von höheren Gasbezugskosten, die aus dem unvorteilhaften USD-TRY Wechselkurs resultierten, in Q2/14 negativ. Die Performance des Power-Geschäfts war durch einen negativen durchschnittlichen Spark Spread in Rumänien, hauptsächlich getrieben durch den höheren Gaspreis, belastet. Der Gas Logistik-Bereich zeigte im Vergleich zu Q2/13 eine schwächere Performance.
Raffinerien und Marketing
Die OMV Referenz-Raffineriemarge stieg in Q2/14 geringfügig vs. Q1/14, hauptsächlich getrieben durch verbesserte Benzin-Spannen. Die Verbesserung wurde jedoch durch einen geringeren Raf-finerie-Auslastungsgrad infolge der geplanten Stillstände in Petrobrazi und Schwechat, sowie der Wartung in Bayernoil (die Bayernoil-Veräußerung wurde am 30. Juni 2014 abgeschlossen), mehr als ausgeglichen. Gestiegene Rohöl-Preise in Q2/14 führten zu positiven CCS Effekten. Die Per-formance des Petrochemie-Geschäfts war geringer als in Q1/14, hauptsächlich aufgrund geringe-rer Ethylen-Spannen. Das Marketing-Geschäft verzeichnete den erwarteten saisonalen Anstieg der Verkaufsmengen. Die Performance von Petrol Ofisi wurde durch den Eingriff des Regulators, mittels einer für die Industrie verhängten Margendeckelung, negativ beeinflusst.
At-equity konsolidierte Unternehmen
Der Beitrag von Borealis stieg im Vergleich zu Q1/14, getrieben durch bessere Margen sowie einem gestiegenen Beitrag von Borouge (erstmalige Inbetriebnahme des Crackers im Rahmen des Borouge 3 Expansionsprojekts).
Erwartete Sondereffekte
Netto-Sondereffekte in Höhe von rund EUR -145 Mio wurden im operativen Quartals-Ergebnis verzeichnet. Diese waren hauptsächlich der Wertberichtigung eines unserer Assets in Kasachstan (rund EUR -110 Mio) infolge der nicht erfolgreichen Ergebnisse der Feldneuentwicklungen, sowie der Abschreibung einer Explorationslizenz in Tunesien (rund EUR -20 Mio) zuzurechnen.
Konzern-Steuerquote
Die Steuerquote in Q2/14 wird unter dem Q1/14-Niveau erwartet. Dies ist hauptsächlich auf Produktionsstillstände in Libyen, dem starken at-equity Beitrag von Borealis sowie höhere Explorationsaufwendungen in Ländern mit hoher Steuerquote (wie Norwegen) zurückzuführen.