Neue Gesetzgebung in Ungarn wird RBI 120 - 160 Mio. Euro kosten
Vor kurzem hat das ungarische Parlament ein Gesetz betreffend 1.) die Wechselkursspannen, die bei
der Auszahlung und den Ratenzahlungen bei Fremdwährungskrediten angewendet werden können und
2.) einseitige Zinsänderungen bei Konsumentenkrediten erlassen. Das neue Gesetz gilt für alle in
Ungarn tätigen Banken und erfordert rückwirkende Anpassungen bei den Spannen und möglicherweise
den Zinsen.
Auf Basis der derzeit verfügbaren Informationen und vorbehaltlich einer Klarstellung der Abwicklungsmethode seitens der ungarischen Behörden schätzt die Raiffeisen Bank International AG (RBI), dass
dieser Schritt zu einer einmaligen Belastung, inklusive Strafzahlungen, zwischen € 120 Millionen und
€ 160 Millionen führen könnte. Die Belastung wird voraussichtlich im zweiten und dritten Quartal 2014
verbucht werden. Die konkrete Zuordnung der Belastung in der Erfolgsrechnung wird derzeit noch
geklärt.
Wir weisen darauf hin, dass – zusätzlich zur Unsicherheit betreffend die Abwicklungsmethode – dieser
Betrag die Kosten von eventuellen zukünftigen Konvertierungen von Fremdwährungskrediten in lokale
Währung nicht beinhaltet.