Kaufempfehlung bei niedrigerem
Kursziel bestätigt
In unserer neusten Analyse zur RBI haben wir unsere Kaufempfehlung für
die Aktie bestätigt aber unser Kursziel von EUR 38 auf EUR 31 gesenkt.
Wenn man die Wertminderung der ukrainischen und russischen Währungen
entsprechend berücksichtigt, errechnet sich für das Unternehmen ein
Buchwert pro Aktie von EUR 31,4. Da die Unsicherheiten in Bezug auf die
Kapitalisierung des Unternehmens mit der erfolgten Kapitalerhöhung
verschwunden sind (die finale CET1-Kernkapitalquote beträgt nun 9,9%)
und die Krise in der Ukraine und Russland (entsprechend unseres Base-
Case-Szenarios) gelöst werden sollte, glauben wir, dass eine Bewertung
der RBI-Aktie zum Buchwert (wie dies bei den wichtigsten Wettbewerbern in
Österreich und Osteuropa der Fall ist) gerechtfertigt ist. Derzeit wird die
RBI-Aktie mit 76% des erwarteten Buchwertes für 2014 gehandelt, während
die vergleichbaren Mitbewerber in Osteuropa (mit Ausnahme von Polen) mit
101% und die Erste Group mit 95% bewertet sind. Wir erachten diesen
Abschlag von 25% zu den Mitbewerbern als nicht gerechtfertigt an,
wenngleich die Profitabilität der RBI in diesem Jahr mit einem ROE von
4,8% jener der Peer Group in Osteuropa mit 7,4% noch hinterherhinkt.
Für 2014 haben wir unsere Schätzungen entsprechend der vorsichtigen
Guidance des Unternehmens angepasst, welche von einer Erhöhung der
Risikovorsorgen in 2014 ausgeht. Wir erwarten rund EUR 230 Mio. an
zusätzlichen Risikokosten in der Ukraine, was auf Konzernebene einer Erhöhung von 19,5% gegenüber dem Vorjahr entsprechen würde. Weiters gehen wir von rund 1,8% niedrigeren Einkünften aus und erwarten insgesamt ein Nettoergebnis in 2014 von rund EUR 533 Mio. (was rund 4,3% unter dem Vorjahreswert liegen würde). Im Jahr 2015 sollten sich die RBI und die CEE-Vergleichsbanken der 10%-Profitabilitäts-Marke deutlich annähern, jedoch gehen wir nicht davon aus, dass der Markt dieses Gewinn-Wachstum für 2015 bereits vor dem Asset Quality Review und dem Banken-Stress-Test berücksichtigen wird.