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Hypo-Aufsichtsrat mit neuer Mannschaft
Spindelegger: "Neues Team bedeutet Professionalisierung und Entpolitisierung des Hypo-Aufsichtsrates"
Bei der heutigen außerordentlichen Hauptversammlung der
Hypo Alpe Adria International wurde ein neuer Aufsichtsrat unter der
Führung des ehemaligen Chefs der Dresdner Bank, Dr. Herbert WALTER,
bestellt. Der neue Hypo-Aufsichtsrat wird künftig nur noch fünf statt
bisher sechs Kapitalvertreter umfassen. Mit der Entscheidung beginnt
ein neues Kapitel in der Geschichte der Bank. "Gemäß den Vorgaben der
Regierung sind die Zeichen nunmehr auf einen konsequenten und
wertmaximierenden Abbau der Hypo gestellt. Die Republik kann sich
auch künftig auf den Rat hoch kompetenter Kontrolleure verlassen, die
primär das Wohl des Steuerzahlers im Auge haben", so Finanzminister
Dr. Michael Spindelegger. "Das neue Team bedeutet eine
Professionalisierung und Entpolitisierung des Hypo-Aufsichtsrates",
so Spindelegger, der betont, dass für die Besetzung des Aufsichtsrats
ausschließlich fachliche Kriterien ausschlaggebend waren.
Mit Dr. Herbert Walter konnte ein Spitzenbanker von europäischem
Format für die Führungsaufgabe im Aufsichtsgremium gewonnen werden.
Seine Zeit als Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank 24 sowie der
Dresdner Bank steuern ebenso wie seine Tätigkeit in Aufsichtsgremien
von Versicherungen und der Abbaubank der Depfa in Dublin wertvolle
Erfahrungen zur künftigen Kontrolle der Hypo bei.
Neben dem Vorsitzenden Dr. Herbert Walter wird künftig der
Sachverstand des renommierten Risikoexperten Wolfgang Hartmann dem
Aufsichtsrat zur Verfügung stehen. Wolfgang Hartmann verfügt über
mehr als drei Jahrzehnte Führungserfahrung im Kreditgeschäft und der
Risikosteuerung von Banken. Er war zuletzt ein Jahrzehnt als
Risikovorstand in Deutschlands zweitgrößter Bank, der Commerzbank,
tätig. Aktuell leitet er unter anderem das universitätsnahe
"Frankfurter Institut für Risikomanagement und Regulierung", kurz
"FIRM".
Mit dem ehemaligen Vorstandsdirektor der Kärntner Sparkasse und
aktuellen Präsidenten des österreichischen Sparkassen- und
Giroverbandes, Mag. Alois Hochegger, zieht ein gremienerfahrener
österreichischer Banker in den Aufrichtsrat ein. Mit Blick auf die
Aufgabenstellung bei der Hypo verfügt Mag. Hochegger über wertvolle
Erfahrung sowohl in Osteuropa als auch mit Restrukturierungen.
Frau Mag. Regina Friedrich bringt als ehemalige Geschäftsführerin
einer internationalen Spedition mit Sitz in Graz ihre langjährige
Berufserfahrung im Geschäft mit Osteuropa sowie ihre dortigen
Netzwerke in die Arbeit des künftigen Aufsichtsrates ein. Mag.
Friedrich verfügt bereits bisher über Erfahrung in Aufsichtsräten von
Banken und war Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Steiermark.
Mit der Geschäftsführerin des Bundesrechenzentrums, Frau Mag.
Sumper-Billinger, zieht eine ausgewiesene IT-Expertin in den
Aufsichtsrat ein. Für die Abbaugesellschaft werden effiziente
IT-Prozesse künftig zum zentralen Erfolgsfaktor. Die unbestrittene
fachliche Kompetenz von Mag. Sumper-Billinger wird unter anderem bei
diesen Fragestellungen dem AR zu Gute kommen. Das Bundesrechenzentrum
ist der IT-Dienstleister und marktführender E-Government-Partner der
österreichischen Verwaltung. Mit rund 1.200 Mitarbeiter/innen betreut
das BRZ mehr als 30.000 IT-Arbeitsplätze an 1.200 Betriebsstandorten
und erzielt einen Jahresumsatz von 283,6 Mio. Euro (2013). Insgesamt
entwickelt und betreibt das Unternehmen mehr als 350
E-Government-Anwendungen, die von mehr als drei Millionen
Nutzer/innen in Anspruch genommen werden.
Spindelegger abschließend: "Mit der Bestellung von zwei Expertinnen
in den Hypo-Aufsichtsrat sowie der Verkleinerung des Aufsichtsrates
haben wir bewusst zwei Zeichen gesetzt. Ich bin zuversichtlich, dass
das neue Team das letzte Kapitel in der Geschichte der Hypo Alpe
Adria nun engagiert angehen wird."
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