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"profil": Management der Hypo Alpe-Adria sicherte sich 2011 mit Gutachten gegen Einfluss des Bundes ab
Bank musste Kosten für Berater tragen, die sie nicht bestellt hatte
Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, sicherte sich das Management der
Hypo Alpe-Adria Bank mit einem Gutachten des
Unternehmensrechtsexperten Martin Karollus 2011 gegen die
Einflussnahme des Bundes ab. Die Bank war wegen ihrer hohen
Beratungskosten von bis zu 250 Millionen Euro seit 2009 immer wieder
in Kritik gestanden. In parlamentarischen Anfragebeantwortungen hatte
das Finanzministerium 2011 festgehalten: "Die Vergabe von Aufträgen
im Rahmen des Projekts ’CSI Hypo’ fällt in die Verantwortung der
Geschäftsleitung der Bank." Tatsächlich war aber der Großteil der
Aufträge nicht von der Bank, sondern vom Bund in Auftrag gegeben
worden, ohne dass der Bank ein Mitspracherecht eingeräumt worden war.
Das Gutachten stellte schließlich klar: "Ein einseitiges
Weisungsrecht der Republik bezüglich der Auswahl der Berater und der
genauen Aufträge an diese lässt sich ... nicht entnehmen." Überdies
könne es auch nicht die Aufgabe der Bank sein, "auf ihre Kosten dem
Bund die Aufgabe der Strafverfolgung abzunehmen". Und schlussendlich:
"Für die Festlegung der (finanziellen) Konditionen für die Berater
und der Aufgabenverteilung ... ist nicht einmal eine Mitbestimmung
des Bundes ... vorgesehen."
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