Telekom Austria Group bei anhaltend schwierigem Umfeld im 1. Quartal 2013 mit knapp 20% höherem Nettogewinn
- Konzernumsatz nahezu stabil, Rückgang von 0,6% auf 1,05 Mrd. EUR
- Nettogewinn um 18,4% auf 55,5 Mio. EUR gesteigert
- Märkte in Österreich und Bulgarien nach wie vor verhalten,
Kroatien durch Festnetzgeschäft stabil
- Gute Ergebnisentwicklung in Weißrussland, Slowenien, der Republik
Serbien und der Republik Mazedonien
- Bereinigtes EBITDA um 6,8% auf 336,9 Mio. EUR gesunken
- Betriebsergebnis (EBIT) legte um 5,2% auf 117,8 Mio. EUR zu
- Kundenanzahl im Mobilfunk trotz starken Wettbewerbs um 1,2
Millionen (5,8%, inkl. YESSS!) gesteigert, im Festnetz leichte
Steigerung auf 2,62 Mio. Anschlüsse
- Auswirkungen der Regulierungsmaßnahmen: Umsatz sinkt um 20,9 Mio.
EUR und das bereinigte EBITDA sinkt um 11,5 Mio. EUR
- Ausblick für 2013 bestätigt
Kennzahlen der Telekom Austria Group
Kundenzahlen in Tausend 1.Quartal 1.Quartal +/- in
%
2013 2012
Festnetzanschlüsse konzernweit 2.615 2.601
0,5%
davon Breitband 1.584 1.483
6,8%
Kundenanzahl im Mobilfunk 21.447 20.277
5,8%
davon Breitband *) 1.555 1.336
16,4%
Finanzkennzahlen in Mio. EUR nach IFRS
Konzernumsatz 1.049,0 1.055,0
-0,6%
Bereinigtes EBITDA**) 336,9 361,4
-6,8%
EBIT 117,8 112,0
5,2%
Nettogewinn 55,5 46,9
18,4%
Investitionen 149,0 145,8
2,2%
Mitarbeiter per 31.3.2013 16.498 17.153
-3,8%
*) Im 1. Quartal 2013 wurde die Berechnung der mobilen
Breitbandkunden geändert und beinhaltet in Bulgarien und Weißrussland
nun ausschließlich Datentarife, in Kroatien wurde der
Geschäftsbereich M2M exkludiert. Die vorherigen Quartale wurden
rückwirkend angepasst.
**) EBITDA ohne Effekte aus Restrukturierungen und
Werthaltigkeitsprüfung (Impairment)
Die Telekom Austria Group hat im 1. Quartal 2013 Umsatzerlöse von
1.049,0 Mio. EUR erwirtschaftet, ein Rückgang um 0,6% im Vergleich
zum 1. Quartal des Vorjahres. Das bereinigte EBITDA der Gruppe ging
im Vergleich zur Vorjahresperiode um 6,8% auf 336,9 Mio. EUR zurück.
Trotzdem konnte aufgrund geringerer Abschreibungen und niedriger
Zinsaufwendungen der Nettogewinn um 18,4% auf 55,5 Mio. EUR
gesteigert werden.
"Wir konnten im 1. Quartal 2013 mit soliden Ergebnissen in ein
weiteres schwieriges Geschäftsjahr starten. Der nahezu stabile Umsatz
und die Gewinnsituation sind positive Zeichen. Wir sind als
Technologieführer insbesondere bei 4G/LTE in einer exzellenten
Startposition für die Zukunft. Zudem fokussieren wir mehr denn je auf
operative Effizienz, um dem wettbewerbsbedingten und
makroökonomischen Druck zu begegnen", kommentiert Hannes Ametsreiter,
Generaldirektor der Telekom Austria Group, die Entwicklung im 1.
Quartal 2013.
Die Geschäftsentwicklung im 1. Quartal 2013
Auf Grund des harten Wettbewerbs und der regulatorischen Eingriffe
sanken die Umsatzerlöse in Österreich um 3,7% auf 680 Mio. EUR und
in Bulgarien um 15,8% auf 97,5 Mio. EUR. Die Segmente Weißrussland
und "Weitere Märkte" (Slowenien, Republik Serbien, Republik
Mazedonien und Liechtenstein) konnten jedoch im Jahresvergleich ein
Umsatzwachstum von 35,6% auf 81,6 Mio. EUR bzw. von 9,9% auf 108,7
Mio. EUR verzeichnen. Kroatien bleibt dank der positiven Entwicklung
des Festnetzgeschäftes mit einem Minus von 0,5% bei einem
Umsatzvolumen von 92,1 Mio. EUR nahezu stabil. Die gute
Umsatzentwicklung in Weißrussland und den "Weiteren Märkten" konnte
die Rückgänge in Österreich und Bulgarien beinahe zur Gänze
ausgleichen.
Ein differenzierteres Bild zeigt sich bei der Entwicklung des
bereinigten EBITDA: Die höheren betrieblichen Aufwendungen im 1.
Quartal 2013 lagen in Einklang mit der Strategie und dem Verkauf
hochwertiger Endgeräte in Österreich, Weißrussland und den "Weiteren
Märkten". Das bereinigte EBITDA am Heimmarkt Österreich sank um 15,3%
auf 206,8 Mio. EUR. Die bereinigte EBITDA-Marge der Gruppe sank von
34,3% im 1. Quartal 2012 auf 32,1% im 1. Quartal 2013.
Auch deutlich geringere betriebliche Aufwendungen in Bulgarien
konnten die negativen Effekte des Umsatzrückganges von über 15% auf
das bereinigte EBITDA nicht kompensieren. Dieses ging um 19,8% auf
39,4 Mio. EUR zurück. Weißrussland verzeichnete trotz höherer Kosten
einen Anstieg des bereinigten EBITDA um 68,2% auf 39,5 Mio. EUR. Im
Segment "Weitere Märkte" legte das bereinigte EBITDA um 14,6% auf
insgesamt 28,9 Mio. EUR zu. Angesichts der stabilen Umsätze und
Kosten stieg das bereinigte EBITDA in Kroatien dank mehrerer
Einmaleffekte um 6,9% auf 29,3 Mio. EUR.
"Die Telekom Austria Group begegnet dem stetigen Margen Druck mit
einer Reihe von internen Effizienzsteigerungsprogrammen. Ergänzend
haben wir Maßnahmen ausgearbeitet, um unsere Umsätze abzusichern: Wir
haben uns dazu entschieden, unsere Position als Premium Anbieter zu
festigen und Kunden mit hochwertigen Endgeräten an das Unternehmen zu
binden. Dadurch erhöhen wir zwar kurzfristig operative Kosten, zielen
damit aber auf eine zumindest mittelfristige Absicherung von
wichtigen Umsatzerlösen ab", erklärt Hans Tschuden, Finanzvorstand
und stellvertretender Generaldirektor der Telekom Austria Group, die
aktuelle Preispolitik.
Regulatorische Rahmenbedingungen und wirtschaftliches Umfeld
weiterhin schwierig
Die schwache Konjunktur in einigen Märkten sowie ein intensiver
Wettbewerb auf allen Hauptmärkten der Gruppe stellen eine
Herausforderung dar, wodurch die Preise nach unten gedrückt werden.
Darüber hinaus reduzieren regulatorische Vorschriften in Form von
Senkungen der Zusammenschaltungs- und Roaming Tarife die Umsätze
weiter, vor allem in Segmenten, die sich an den EU-Gleitpfad für
mobile Terminierungsentgelte halten müssen. Die negativen Effekte aus
Regulierung beliefen sich im 1. Quartal 2013 umsatzseitig auf
Konzernebene auf einen Betrag von 20,9 Mio. EUR. Der Rückgang des
Gruppen-EBITDA war somit knapp zur Hälfte (46,7%) durch
regulatorische Eingriffe bedingt.
Der wirtschaftliche Erfolg der Telekom Austria Group hängt somit
weitgehend von der Fähigkeit der Gruppe ab, Margen durch die
kontinuierliche Steigerung der Kosteneffizienz zu sichern und durch
neue Geschäftsfelder und den Ausbau der Marktanteile Umsatzzuwächse
zu generieren.
Die Investitionen der Gruppe stiegen im 1. Quartal 2013 gegenüber
dem Vorjahresquartal um 2,2% auf 149,0 Mio. EUR an. Die Investitionen
in Bulgarien wurden den Sparbemühungen entsprechend um über die
Hälfte auf 11,1 Mio. EUR reduziert, in Österreich lagen die
Investitionen, teilweise getrieben durch den Erwerb von YESSS! und
weiterer Vermögenswerte, mit 102,1 Mio. EUR um 9% über dem
Vorjahresniveau. Der Personalbestand der Telekom Austria Group lag
per Ende März 2013 bei 16.498 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
(Vollzeitäquivalente) und damit deutlich unter dem Niveau des
Vorjahres und leicht über dem Wert per Jahresende 2012.
Ausblick für das Geschäftsjahr 2013 bestätigt
Die Ergebnisse der ersten drei Monate des Jahres haben die
Erwartungen der Telekom Austria Group für das Gesamtjahr 2013
weitgehend bestätigt.
Das Management geht davon aus, dass die Ergebnisse weiterhin von
einer Reihe externer Faktoren, wie wettbewerbsintensive Märkte,
Regulierungsmaßnahmen und makroökonomische Gegenwinde, beeinträchtigt
werden. Auf den Hauptmärkten der Gruppe in Österreich, Bulgarien und
Kroatien wird der Preisdruck im Mobilfunkbereich durch intensiven
Wettbewerb verstärkt. Auf dem Heimatmarkt der Telekom Austria Group
wird dadurch die anhaltende Substitution der Festnetz-Sprachtelefonie
durch die Mobilkommunikation angetrieben, und Initiativen für
Datentarife im Festnetzbereich werden erschwert. Darüber hinaus
werden regulatorische Vorschriften die Geschäfte weiter belasten.
In der CEE-Region werden Kundennachfrage und Preisniveau durch
negative makroökonomische Entwicklungen voraussichtlich weiter
beeinträchtigt. Märkte wie Weißrussland oder die Republik Serbien
dürften auch in Zukunft Wechselkursvolatilität aufweisen.
Das Management der Telekom Austria Group beabsichtigt, diesen
Herausforderungen mit der erfolgreichen Konvergenzstrategie des
Unternehmens und einem klaren Fokus auf das hochwertige Kundensegment
in den reifen Mobilfunkmärkten der Gruppe zu begegnen. Auf ihren
reinen Mobilfunkmärkten wird sich die Telekom Austria Group auf das
Erreichen ihrer Wachstumsziele konzentrieren. Darüber hinaus bleibt
die Verbesserung der operativen Exzellenz ein zentrales Thema. Dies
spiegelt sich in den beabsichtigten Kosteneinsparungen von mindestens
100 Mio. EUR brutto für das Jahr 2013 wider.
Die Telekom Austria Group bestätigt ihren bisherigen Ausblick für
das Geschäftsjahr 2013, mit erwarteten Umsatzerlösen der Gruppe in
Höhe von ca. 4,1 Mrd. EUR. Ferner wird damit gerechnet, dass sich die
Anlagenzugänge der Gruppe, exklusive Investitionen in Lizenzen und
Spektrum sowie Akquisitionen, auf ca. 700 Mio. EUR belaufen werden.
Ein konservatives Finanzprofil basierend auf einem soliden
Investment-Grade-Rating von BBB (stabil) bleibt die oberste
strategische Priorität der Telekom Austria Group; ein mittelfristiger
Zielwert von ca. 2,0x Nettoverschuldung zu bereinigtem EBITDA ist
Teil dieser Strategie. Für das Jahr 2013 beabsichtigt das Management
der Telekom Austria Group eine Dividende von 5 Eurocent je Aktie
auszuschütten.
Dieser Ausblick basiert auf konstanter Währung für alle Märkte der
Telekom Austria Group und schließt jegliche Effekte aus der
Rechnungslegung für Hochinflationsländer im Segment Weißrussland aus.
Die operativen Entwicklungen der einzelnen Segmente
A1, Österreich
Das 1. Quartal 2013 war im Segment Österreich weiterhin durch
intensiven Wettbewerb und den Trend zu kostengünstigen All-in Tarifen
sowie hoch subventionierten Endgeräten getrieben. Die Umsatzerlöse
fielen um 3,7% auf 680,0 Mio. EUR, der erstmals konsolidierte
Umsatzbeitrag von YESSS! lag bei 11,6 Mio. EUR. Der Umsatzrückgang in
Österreich wurde unter anderem durch geringere Erlöse aus Grund- und
Verbindungsentgelten durch Migration zu All-in Tarifen sowie
niedrigerer Roaming-Umsätze getrieben. Regulatorische Effekte machten
knapp 32% bzw. 8,3 Mio. EUR dieses Umsatzrückgangs aus.
Nach Abschluss des Erwerbs von YESSS! Anfang 2013 wurde das
Unternehmen ab Jänner voll konsolidiert. Mit der Integration der
Kunden von YESSS!, bei denen es sich zu fast 90% um Prepaid-Kunden
handelt, stieg die Mobilkundenbasis von A1 im 1. Quartal 2013
gegenüber dem Vorjahresquartal um 15,1% auf 6.084.600 Kunden an,
wodurch der Marktanteil auf 43,8% gesteigert wurde. Die mobilen
Breitbandkunden erhöhten sich, einschließlich YESSS! per Ende März
2013 im Jahresvergleich um 19,0% auf 909.000 Kunden.
Im Mobilfunkgeschäft sank der durchschnittliche Umsatz pro Kunde
(ARPU) von 18,5 EUR im 1. Quartal 2012 auf 15,5 EUR. Dies ist auf
einen geringeren ARPU der neu konsolidierten YESSS! Kunden sowie auf
die Migration zu All-in Tarifen und auf regulatorische Effekte
zurückzuführen. Daher wurden im Jänner bzw. April 2013 neue
Tarifstrukturen für die "No-Frills"-Marke bob und die Premium Marke
A1 eingeführt.
Das Festnetzgeschäft blieb stabil, im Laufe des 1. Quartals 2013
fiel die Anzahl der Anschlüsse nur leicht um 1.260 (netto). Netto
wurden 50.000 Breitbandkunden dazugewonnen. Mit einem Anstieg der
Kundenbasis im Jahresvergleich um 10% auf 225.200 Kunden setzte A1 TV
seine solide Entwicklung fort. Der durchschnittliche Erlös pro
Festnetzanschluss (ARPL) stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum um
1,2% auf 32,2 EUR. Konvergente Angebote standen auch im 1. Quartal im
Mittelpunkt der operativen Strategie. Die Festnetzbündel
verzeichneten geringfügige Zuwächse auf 1.040.700 Pakete.
Infolge der Kombination aus niedrigeren Umsatzerlösen und höheren
betrieblichen Aufwendungen ging das bereinigte EBITDA im 1. Quartal
2013 gegenüber dem Vorjahresquartal um 15,3% auf
206,8 Mio. EUR zurück.
Mobiltel, Bulgarien
Bulgarien ist von einem äußerst schwierigen Marktumfeld geprägt.
Aufgrund der schwachen Konjunktur und der sich ändernden
Eigentümerstrukturen bei Mitbewerbern sowie dem Verkauf einer vierten
Mobilfunklizenz wird erwartet, dass der Wettbewerb kompetitiv bleiben
wird. Daher konzentriert sich auch Mobiltel verstärkt auf Konvergenz
und das hochwertige Kundensegment.
Die Umsatzerlöse des ersten Quartals fielen um 15,8% auf 97,5 Mio.
EUR. Dieser Rückgang ist primär auf die im Juli 2012 und Jänner 2013
in Kraft getretenen Reduktionen der Zusammenschaltungsentgelte
zurückzuführen. Insgesamt waren 60,5% bzw. 11,1 Mio. EUR des
Umsatzrückgangs im 1. Quartal 2013 den regulatorischen Effekten
zuzuschreiben. Trotz geringerer betrieblicher Aufwendungen spiegelte
sich die negative Umsatzentwicklung in einem Rückgang des bereinigten
EBITDA um 19,8% auf 39,4 Mio. EUR wider.
Im 1. Quartal 2013 verstärkte Mobiltel mit neuen Tarifen,
basierend auf einer neuen Kundensegmentierung, den Fokus auf
wertorientiertes Kundenmanagement und erhöhte die Vertragskundenbasis
im Vergleich zum Vorjahresquartal leicht auf 3.834.300 Kunden.
Insgesamt ging die Anzahl der Mobilkunden im 1. Quartal 2013 um 1,5%
auf 5.402.700 zurück, der Marktanteil sank auf 45,9%. Das mobile
Breitband (nur Datenkarten) stieg im Vergleich zu Ende März 2012 um
29,4%. Die Festnetzanschlüsse entwickelten sich im 1. Quartal 2013
positiv und legten im Jahresvergleich um 22,3 % auf 162.100
Anschlüsse zu, vorwiegend getrieben vom Festnetzbreitband.
Vipnet, Kroatien
In Kroatien konnte Vipnet seine Position im 1. Quartal 2013
weiterhin erfolgreich gegen negative Rahmenbedingungen, darunter die
makroökonomische Entwicklung und das wettbewerbsintensive Umfeld,
verteidigen. Die Europäische Kommission korrigierte ihre
Wachstumsprognose für die kroatische Wirtschaft nach unten. Um dem
Preisdruck entgegenzuwirken, führte Vipnet Anfang März 2013 eine neue
Tarifstruktur, bestehend aus SIM-only-Basispaketen mit verschiedenen
Optionen auf vertraglicher Basis, ein.
Mit dem Fokus auf das hochwertige Segment konnte Vipnet die
Vertragskundenanzahl im Mobilfunk im Jahresvergleich um 6,1% steigern
und den Vertragskundenanteil deutlich erhöhen. Aus dem
Prepaid-Segment wanderten jedoch weiterhin Kunden ab, sodass die
Gesamtkundenzahl um 4,4% auf 1.878.200 zurückging. Im Gegensatz dazu
entwickelten sich die Festnetzanschlüsse, primär Breitband, weiterhin
äußerst zufriedenstellend. In den ersten drei Monaten 2013 erhöhte
sich die Zahl der Anschlüsse im Vergleich zur Vorjahresperiode um
15,7% auf 172.100. Im Rahmen seiner Konvergenzstrategie erwarb Vipnet
im März 2013 Digi TV, einen Anbieter für Satellitenfernsehen.
Die Umsatzerlöse blieben im Segment Kroatien im 1. Quartal 2013
mit 92,1 Mio. EUR praktisch unverändert. Der Preisdruck im
Mobilfunkbereich führte zu einem weiteren Rückgang des
durchschnittlichen Umsatzes pro Kunde. Die durchschnittlichen Erlöse
pro Festnetzanschluss (ARPL) sanken infolge des Erwerbs von Digi TV
mit einem geringeren durchschnittlichen Umsatz pro Kunde von 24,0 EUR
im 1. Quartal 2012 auf 23,4 EUR im aktuellen Quartal. Die für die
durchschnittlichen Erlöse pro Festnetzanschluss (ARPL) relevanten
Umsatzerlöse stiegen im 1. Quartal 2013 jedoch um 11,7% auf 11,7 Mio.
EUR. Dies ist in erster Linie auf die höhere Zahl von
Breitbandanschlüssen zurückzuführen war. Das bereinigte EBITDA stieg
aufgrund mehrerer Einmaleffekte von 6,9% auf 29,3 Mio. EUR.
velcom, Weißrussland
Im 1. Quartal 2013 profitierte velcom weiterhin von den
Preiserhöhungen, die das Unternehmen im März, August und November
2012 als Reaktion auf das hyperinflationäre Umfeld umgesetzt hatte.
Inflation und Wechselkursschwankungen hielten sich im 1. Quartal 2013
in Grenzen. Die Umsatzerlöse stiegen um 35,6% auf 81,6 Mio. EUR,
primär bedingt durch die Preiserhöhungen. Zum Erfolg beigetragen
haben vor allem die vermehrte Nutzung und die starke Smartphone
Nachfrage. Der ARPU stieg in Folge um 30,3% auf 4,8 EUR im 1. Quartal
2013.
velcom erhöhte seine mobile Kundenbasis um 3,9% auf 4.818.000
Kunden und seinen Marktanteil auf 43,6%. Zurückzuführen ist dies
hauptsächlich auf Zugänge im Vertragssegment der beliebten Smartphone
Angebote.
Trotz eines Anstiegs der betrieblichen Aufwendungen und eines
negativen Wechselkurseffekts in Höhe von 1,3 Mio. EUR lag das
bereinigte EBITDA mit 39,5 Mio. EUR um 68,2% höher als in der
Vorjahresperiode. In Lokalwährung belief sich der Anstieg des
bereinigten EBITDA auf 73,8%.
Si.mobil, Slowenien
Trotz eines schwierigen makroökonomischen Umfelds und intensiven
Wettbewerbs setzte Si.mobil die Dynamik seiner Mehrmarkenstrategie im
1. Quartal 2013 fort und hielt seinen Marktanteil von 30,0%. Am Ende
dieses Quartals wurden insgesamt 669.600 Mobilkunden verzeichnet -
ein Anstieg von 4,1% gegenüber dem Ende des ersten Quartals im
letzten Jahr. Insgesamt stiegen die Umsatzerlöse im Jahresvergleich
um 5,5% auf 49,2 Mio. EUR an. Im 1. Quartal 2013 erwirtschaftete
Si.mobil ein um 6,1% höheres bereinigtes EBITDA als in der
Vorjahresperiode.
Vip mobile, Republik Serbien
Im 1. Quartal 2013 konnte Vip mobile seine Kundenbasis aufgrund
der strategischen Ausrichtung im Vertragskundensegment deutlich
erhöhen. Die Anzahl der Mobilfunkkunden wuchs um 13,8% auf 1.903.500
Kunden. Die Zahl der mobilen Breitbandkunden konnte ebenfalls um
24,3% zulegen und trug zur Steigerung des Marktanteils bei.
Die höhere Vertragskundenbasis führte wiederum zu höheren Erlösen,
was sich trotz eines negativen Wechselkurseffekts in Höhe von 1,5
Mio. EUR positiv auf den Umsatz auswirkte, der um 14,5% auf 42,6 Mio.
EUR zulegte. Durch die wachsende Vertragskundenbasis erhöhte sich im
1. Quartal 2013 der ARPU auf 7,1 EUR und das bereinigte EBITDA stieg
um 46,7% auf 15,0 Mio. EUR. Darin ist ein negativer Wechselkurseffekt
in Höhe von 0,5 Mio. EUR enthalten.
Vip operator, Mazedonien
Vip operator festigte seine Position als zweitgrößter Anbieter mit
einem Marktanteil von 28,1%. Obwohl der Mobilfunkmarkt insgesamt
schrumpfte, kam es zu einem Anstieg (7,8%) auf 626.500
Mobilfunkkunden.
Die höhere Vertragsquote führte zu einem Umsatzplus um 12,5% auf
15,3 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Auch der
durchschnittliche Umsatz pro Kunde (ARPU) legte um 4,4% auf 7,5 EUR
zu. Durch den deutlichen Anstieg der betrieblichen Aufwendungen für
hochwertige Endgeräte und höhere Zusammenschaltungsaufwendungen kam
es jedoch zu einem Rückgang des bereinigten EBITDA um 39,1% auf 1,8
Mio. EUR.