ATX: Die wesentlichen charttechnischen Indikatoren stehen im neutralen Bereich
Der ATX zeigte sich in der vergangenen Woche - bei mittleren bis schwachen Umsätzen - in
schwächerer Tendenz. Der letzte Aufwärtstrend, der Mitte März 2009 seinen Anfang nahm und
im wesentlichen den Beginn einer „Bear Market-Rally“ eröffnete, ist in den letzten Tagen nach
unten hin gebrochen worden. Wie erwähnt fand dieser Bruch zwar bei nur schwachen
Umsätzen statt, allerdings deutet dieser Umstand auf ein Ende der Gegenbewegung innerhalb
des bestehenden „Bear-Marktes“ hin. Im besten Fall deutet das auf kurzfristig nur
stabilisierende Kurse hin und in weiterer Folge sollte diese Entwicklung wohl schon auf eine
üblicherweise beginnende schwächere und „laue“ Sommerphase überführen. Die
Durchschnittslinien von 20 und 30 Tagen verlaufen mit dem Bruch des kurzfristigen
Aufwärtstrends eher in geneigter Form und deuten auf einen beginnenden Wendepunkt hin.
Die wesentlichen charttechnischen Indikatoren (MACD, Oscillator, RSI, Stochastics, Williams
%R, Trading Envelopes) stehen in Summe im eigentlich neutralen Bereich. Prinzipiell ergeben
sich dadurch keine großen Anzeichen für eine unmittelbare massivere Korrekturphase. Allein
die Tatsache, dass die „Bear Market-Rally“ aber durch den Bruch verletzt wurde, sollte doch für
zumindest nur seitwärtsgerichtete Kurse sorgen. Auch international weisen die meisten
Standard-Indizes ein ziemlich exakt ähnliches Bild auf.
Insgesamt wird daher die weitere Entwicklung des ATX in den kommenden Tagen erheblich
von internationalen Vorgaben abhängen. Auch hier ist eindeutig abnehmendes Momentum zu
erkennen. Unterstützungslinien im ATX verlaufen bei 2.000, 1.950 und 1.900 Punkten. Nächste
Widerstandsmarken gibt es bei 2.100, 2.200 und dann erst wieder bei 2.400 Punkten.