Erste Bank sieht durchaus noch etwas Aufwärtspotenzial für die Aktie
STRABAG berichtete Ende dieser Woche über den Geschäftsverlauf im ersten Quartal 2009.
Das Umsatzwachstum von 18% auf EUR 1.763 Mio. lag etwas über den Erwartungen und
resultierte überwiegend aus den im Vorjahr getätigten Akquisitionen. Die niedrigen
Temperaturen wirkten sich jedoch negativ auf die Bauleistung besonders im Tiefbau aus. Der
operative Verlust im Winterquartal war mit EUR -152,7 Mio. um 10,5% höher als vergangenes
Jahr, wir hatten jedoch mit einem deutlich höheren Verlust gerechnet. Der Grund für die
bessere Margenentwicklung lag hauptsächlich in gesunkenen Preisen für Rohstoffe und
Subunternehmer, während in den abgearbeiteten Verträgen noch höhere Preise einkalkuliert
waren. Das Nettoergebnis nach Minderheiten lag wiederum im Rahmen unserer Erwartungen,
da rund EUR 20 Mio. Währungsverluste das Finanzergebnis belasteten und ein geringer als
erwarteter Verlust auf Minderheiten entfiel. Das Orderbuch sank gegenüber Ende 2008 um
rund 3% auf EUR 12,85 Mrd. – insbesondere in Russland verzeichnete das Unternehmen
wieder Orderstornierungen in größerem Umfang.
Sinkende Kosten für Rohstoffe und Subunternehmer sollten sich in 2009 auch weiterhin positiv
auf die Profitabilität, insbesondere im Hochbausegment, auswirken. Bei den neuen Projekten
macht sich jedoch bereits der verstärkte Wettbewerb bemerkbar. Positive Auswirkungen aus
den Konjunkturprogrammen erwartet das Unternehmen frühestens im dritten Quartal 2009. Das
Unternehmen erwartet dank positiver Konsolidierungseffekte und niedrigerer Rohstoffkosten
eine flache Entwicklung bei Umsatz und Ergebnis im laufenden Geschäftsjahr. Unsere
Schätzungen und Kursziel befinden sich in Überarbeitung, wir sehen aber durchaus noch
etwas Aufwärtspotenzial für Aktie derzeit.