Bohrungen treffen auf Widerstand
Wir erwarten zunehmenden Druck auf den Auftragseingang über die nächsten
Quartale, da aufgrund des niedrigen Ölpreises und der erschwerten
Refinanzierungsbedingungen Investitionen in Förderprojekte verschoben werden.
Zahlreiche internationale und lokale Öl- und Gasunternehmen haben bereits
Kürzungen ihrer Förderbudgets für 2009 angekündigt. Daher haben wir unsere
Schätzungen für 2009e und 2010e zurückgenommen. Neben Druck auf SBOs
Umsatz erwarten wir auch geringere Margen wegen einer abnehmenden Auslastung
der Produktion sowie steigendem Preisdruck. Wir reduzieren unsere EPS Schätzungen
für 2009e um 22,4 % und für 2010e um 32,5 %. Mittelfristig gehen wir jedoch davon
aus, dass alle Verzögerungen in Investitionen nachgeholt werden müssen um der
mittelfristig steigenden Nachfrage Rechnung zu tragen und der natürlichen Abnahme
der Förderung (-6,7 %/Jahr) entgegenzuwirken.
Die Zahlen zum 3Q bestätigten die positive Entwicklung in 2008 mit einem
Umsatzwachstum von 15,7 % und einer EBIT Marge von 23,3 %. Auch für das 4Q
(vorläufige Umsatz und EBIT Zahlen werden am 22. Jänner veröffentlicht) erwarten
wir noch gute Resultate, allerdings sollte der Ausblick schwächer ausfallen.
+ Nischenplayer mit Spitzen-Know-How: Marktanteil zwischen 50 % und 70 %
+ Wachsender Anteil an Langzeitkontrakten
+ Gute Bilanzstruktur und Ertragslage
+ Erfahrenes Management
- Rücknahme von Investitionen in Förderprojekte beeinflusst Nachfrage
- Klumpenrisiken durch hohe Abhängigkeit von 3 Hauptkunden (60 % des Umsatzes)
- Hohe USD Abhängigkeit (70 % des Umsatzes, 50 – 60 % der Kosten)
Bewertung und Empfehlung:
Durch unsere deutlich revidierten Schätzungen
errechnen wir ein geringeres Kursziel von EUR 30,00 (davor EUR 46,00). Da wir
beim aktuellen Ölpreis keinen kurzfristigen Aufwind für die Aktie erwarten senken wir
unsere Empfehlung von „Kauf“ auf „Halten“.