ATX: Erste Bank ist leicht optimistisch
Eine ereignisreiche Woche liegt hinter uns. Nachdem der ATX zu Wochenbeginn
mit 1.676 Punkten einen neuen Vierjahrestiefstand markiert hatte, begann bereits
am Dienstag die Gegenbewegung, die uns wieder knapp an die 2.000 Punkte
Marke heranführte, am Schluss stand ein leichtes Minus von 0,8% zu Buche.
Gewinner der Woche war die voestalpine (+8,8%), die sich nach den Kursverlusten
der letzten Wochen/Monate erholter zeigte. Stärker notierten auch OMV (nach der
Stabilisierung des Ölpreises) und Andritz, die wir letzte Woche auf Kaufen stuften.
Weniger gut dagegen lief es für die RHI, die fast 22% einbüßte. An den Q3 Zahlen
lag es sicherlich nicht, denn die waren sogar leicht besser als die Analystenschätzungen.
Vielmehr dürften der Verkaufsdruck einiger Investoren sowie der
überraschende Abgang des CEOs Maier sowie der eingetrübte Ausblick dafür
verantwortlich gewesen sein. Nach den schlechten Q3 Zahlen sowie der (zumindest)
aufgeschobenen Übernahme durch die Lufthansa war auch die AUA mit
einem Minus von fast 17% unter den Verlierern der Woche. Für Aufsehen sorgten
auch die Kurssprünge der Bankaktien, die einen extrem schwachen Wochenstart
zu verzeichnen hatten. Mit dem Q3 Ergebnis der Erste Bank und ihrer Ankündigung,
die staatliche Bankenhilfe in Anspruch zu nehmen, ging es dann wieder steil
nach oben. Am Donnerstag verzeichnet Erste Bank und Raiffeisen Int. Kursanstiege
in Höhe von 11,9% bzw. 14,1%. Zumindest die Erste Bank konnte somit ihre zu
Beginn der Woche erlittenen Kursverluste kompensieren. In der nächsten Woche
geht die Berichtsaison weiter. Auf dem Programm stehen Quartalszahlen von OMV,
Raiffeisen Int., Palfinger und Andritz. Bis jetzt ist die Berichtsaison (abgesehen
vom Ergebnis der AUA) recht gut verlaufen. Wenn es nächste Woche keine negativen
Überraschungen gibt, und wenn die internationalen Vorgaben halbwegs stimmen,
dann sollte die nächste Woche eine weitere Stabilisierung des Marktes
bringen. Wir sind daher leicht optimistisch.