Wichtigste charttechnische Indikatoren schwer im überverkauften Bereich, meint die Erste Bank
Der ATX zeigte in der abgelaufenen Woche eine turbulente volatile Entwicklung bei
in Summe kompakten Handelsvolumina. Der seit Mitte Mai ausgebildete Abwärtstrend
ist intakt. Die Durchschnittslinien von 20 und 30 Tagen verlaufen nach wie vor
parallel zu dieser Entwicklung nach unten und bestätigen damit eine anhaltende
nachhaltige Korrekturphase.
Die wichtigsten charttechnischen Indikatoren (MACD, Oscillator, RSI, Stochastics,
Williams %R) verharren in Summe im weiterhin überverkauften, schwer nach unten
hin überzogenen Bereich. Rein aus der Theorie der Charttechnik ergibt sich daraus
die Schlussfolgerung, dass der ATX kurzfristig einen Rebound innerhalb des intakten
Abwärtstrends bis vorerst 3.600 Punkte und maximal sogar bis an die Marke von
3.900 Punkten zeigen könnte. In einem solch volatilen Umfeld ist eine heftige
Gegenbewegung - vorausgesetzt fester internationaler Vorgaben - in recht kurzer
Zeit möglich. Mit einer nachhaltigen Trendwende in den Sommermonaten rechnen
wir vorerst nicht, hiezu ist das internationale Finanzmarktumfeld zu angespannt.
Insgesamt sollte der Markt also die Möglichkeit besitzen, eine kurzfristige Gegenbewegung
zu zeigen. Der Abwärtstrend sollte vorerst bestehen bleiben. Unterstützungen
im ATX verlaufen bei 3.500, 3.430 und 3.350 Punkten. Widerstände gibt es
bei 3.560, 3.600, 3.660 und 3.750 Punkten.