Erste Bank erhöht Kursziel auf 55 Euro
STRABAG hat unserer Ansicht in 2007 die Grundlagen für eine deutliche Wachstumsbeschleunigung
ab dem heurigen Jahr gelegt. Auftragsstand und Mitarbeiter haben
sich zuletzt mit deutlich zweistelligen Wachstumsraten erhöht und nach den beiden
Kapitalerhöhungen im vergangenen Jahr verfügt das Unternehmen über genügend
finanziellen Spielraum um sowohl organisches Wachstum als auch Akquisitionen
zu finanzieren. Aufgrund des steigenden Anteils des generell profitableren Geschäftes
in der Region Zentral- Osteuropa sowie erwarteten Verbesserungen bei der
Profitabilität in Deutschland sollte sich in 2008 auch die operative Marge positiv
entwickeln. Der zuletzt gemeldete Kauf von AKA, der Betreibergesellschaft der M5
Autobahn in Ungarn, sollte wesentlich zum EBIT-Wachstum in 2008 und 2009
beitragen, geht allerdings auch mit höheren Finanzierungskosten einher. Dem
Bereich Hoch- und Tiefbau inklusive Verkehrswegebau - dies umfasst den Großteil
des Geschäftes von STRABAG - wird in den kommenden Jahren weiterhin eine
solide Entwicklung vorausgesagt. Getragen wird diese vom Ausbau der Transeuropäischen
Verkehrsnetze, dem Energiesektor sowie neuen Finanzierungsformen
wie öffentlich-privaten Partnerschaften. Besonders dynamisch wird sich
weiterhin die Bautätigkeit in Osteuropa entwickeln, wo im Bereich Infrastruktur noch hohe Investitionen nötig sind, welche teilweise durch Mittel aus dem Europäischen
Kohäsionsfonds finanziert werden. Der Fokus von STRABAG bleibt die nächsten
Jahre auf Russland, wo sich das Unternehmen jährlich eine Verdoppelung der
Bauleistung auf EUR 2 Mrd. in 2010 erwartet. Wir erhöhen unsere Schätzungen für
den Gewinn pro Aktie in 2008 auf EUR 2,25 (zuvor: EUR 2,14) und 2009 auf EUR 2,68
(zuvor: 2,58). Für 2010 erwarten wir EUR 3,12. Unser Kursziel erhöhen wir auf
EUR 55 (zuvor: EUR 48) und bestätigen unsere Akkumulieren Empfehlung.