ATX: Im besten Fall Stabilisierung der Kurse zu erwarten
Als Folge der anhaltend hohen Preise für Rohstoffe (insbesondere Energie und Nahrungsmittel)
haben sich weltweit trotz eines sinkenden Wirtschaftswachstums die Inflationssorgen
deutlich erhöht (Volkswirte mahnen daher vermehrt vor dem Stagflations-Gespenst).
Dies ist ein denkbar ungünstiges Umfeld für Aktien. Man kann hier nur anmerken,
dass Firmen mit einer möglichst hohen Verzinsung auf das eingesetzte Kapital (die
natürlich auch nachhaltig sein muss) den besten Inflationsschutz für Anleger darstellen.
Als Konsequenz des sich zusehends eintrübenden Umfeldes, setzte der ATX seinen
Abwärtstrend fort und legte diese Woche stattliche 5,3% ab. Die Liste der positiven
Performer in dieser Woche ist daher kurz und nahezu unbedeutend. Die Aktie von Böhler
konnte gestützt durch den gebotenen Squeeze-Out Preis der voest 0,7% zulegen.
Ebenfalls stark gegen den Trend mit +0,2% konnte sich die RHI behaupten. Die Liste der
Verlierer dagegen ist lang und wird wider mal von zyklischen und Finanzwerten angeführt.
An der Spitze findet sich die Aktie der Erste Bank mit einem Verlust von -9,4%. Aber auch
zyklische vom Bausektor abhängige Werte wie Palfinger (-8,4%) und Wienerberger
(-4,5%) waren nicht besonders gesucht. Auch die Verbund Aktie musste ihrer sensationellen
Performance der letzten Wochen Tribut zollen und gab, trotz weiterhin hoher
Strompreise, 7 ,2% nach. In Bezug auf Newsflow wird die nächste Woche ruhig bleiben.
Lediglich Zumtobel wird am Montag den 30.06.2008 Zahlen für das Fiskaljahr 2007/08
Zahlen berichten. Unser Ausblick bleibt in Anbetracht des schwachen Umfeldes verhalten.
Im besten Fall würden wir uns in der nächsten Woche eine Stabilisierung des aktuellen
Kursniveaus erwarten. Der Großteil der Indikatoren deutet jedoch auf weiter fallende Kurse
hin.