Erste Bank erwägt leichte Anhebung des Kurszieles von derzeit EUR 48
Die vorgelegten Zahlen der STRABAG für das Jahr 2007 trafen weitgehend die
Erwartungen, mit Ausnahme eines etwas niedrigeren Nettoergebnisses (höhere
Abschreibungen und Steuern). Die Umsätze erhöhten sich um 4,8% auf EUR 9.879
Mio. - wie erwartet entwickelte sich der Hoch- und Ingenieurbau als der Wachstumsmotor
(+13,1% auf EUR 4.816) dank reger Bautätigkeit in Russland, dem mittleren
Osten und der Slowakei. Das Segment Transportinfrastruktur erhöhte die Umsätze
nur moderat um 5,7% auf EUR 4.455 Mio. und im Tunnelbau waren die Umsätze um
37,5% auf EUR 585 Mio. rückläufig, aufgrund der Fertigstellung und Verschiebungen
von Großaufträgen. EBITDA (+17,6% auf EUR 558,0 Mio.) und EBIT (+12,2% auf
EUR 274,6 Mio.) legten dank eines zunehmenden Geschäftsanteiles in Osteuropa
(höhere Margen) sowie eines geringeren Anteiles verlustbringender Geschäfte in
Deutschland überproportional zu. Das Nettoergebnis nach Minderheiten von EUR
170,2 Mio. lag 11,1% unterhalb des Vorjahres, da in 2006 EUR 70,6 Mio.
außerordentlicher Gewinn aus dem Verkauf von Deutag im Finanzergebnis enthalten
waren.
Der Ausblick auf das Jahr 2008 gestaltet sich weiterhin positiv. Das Management
erwartet ein Umsatzwachstum um 15% bei einer gleichzeitigen Anhebung der EBITMarge
um rund 50 Basispunkte. Der Fokus liegt eindeutig auf Zentral- und
Osteuropa, insbesondere Russland. In Osteuropas größtem Baumarkt erwartet sich
STRABAG eine Bauleistung von EUR 600 Mio. im Jahr 2008 (2007: EUR 258 Mio.)
und eine weitere Verdopplung in den Folgejahren. Großes Augenmerk wird auch auf
die zunehmende Rückwärtsintegration in Rohstoffe gelegt. Das Unternehmen plant
für 2007 eine Dividende von EUR 0,55 pro Aktie, was unterhalb unserer Schätzung
(EUR 0,72) liegt. Wir bleiben weiterhin moderat positiv auf die Aktie (Empfehlung:
Akkumulieren) und erwägen eine leichte Anhebung unseres Kurszieles von derzeit
EUR 48.