euro adhoc: Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG / Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG: Weiteres absolutes Rekordgeschäftsjahr - Dividendenvorschlag EUR 1,10 nach EUR 0,80 je Aktie -Erfreuliche Unternehmensentwicklung in 2008 erwartet
Ternitz/Wien, 12. März 2008. Die im ATX der Wiener Börse notierte
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG (SBO) konkretisiert anlässlich der
Bilanzpressekonferenz die im Jänner bekannt gegebenen vorläufigen Zahlen für das
abgelaufene Geschäftsjahr 2007. So übertraf der Konzernumsatz mit MEUR 317,4 den
Vorjahreswert von MEUR 239,5 um 33 %. Das Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit stieg um 55 % von MEUR 46,8 (2006) auf MEUR 72,5 zum Ende des
Geschäftsjahres 2007. Das Konzernergebnis erreichte mit MEUR 50,0 eine
Steigerung um 45 % gegenüber dem Vorjahreswert (MEUR 34,4). Infolge des
hervorragenden Ergebnisses wird SBO der Hauptversammlung im April 2008 die
Erhöhung der Ausschüttung auf EUR 1,10 je Aktie, nach EUR 0,80 je Aktie im
Vorjahr, vorschlagen. Auch für 2008 wird eine erfreuliche
Unternehmensentwicklung erwartet.
Das vor rund drei Jahren gestartete Investitionsprogramm wurde 2007 weiter zügig
umgesetzt. Wichtigste Meilensteine waren dabei die Inbetriebnahme der neuen
Langschmiedeanlage am Standort Ternitz sowie massive Aufstockungen des
Maschinenparks in Nordamerika und Österreich. Vorläufiger Höhepunkt wird die
Inbetriebnahme der neuen Produktionsanlage in Ternitz noch im 1. Quartal 2008
sein. Insgesamt wurde in den vergangenen drei Jahren ein kumuliertes
Investitionsprogramm von MEUR 118,0 durchgeführt, unter Hinzurechnung der
bereits in Umsetzung befindlichen oder freigegebenen Investitionen sind es sogar
MEUR 150,0.
Marktentwicklung 2007
Die starke Energienachfrage der letzten Jahre bei gleichzeitigem Rückgang der
Förderraten bestehender Ölfelder führte zu steigenden Investitionen in die
Entwicklung neuer Lagerstätten sowie in die Verbesserung der Ausbeuteraten
bestehender Ölvorkommen. Dies ermöglichte den anhaltenden Aufwärtszyklus der
Oilfield Service-Industrie, dessen Dynamik auch 2007 ungebrochen blieb. Der "Rig
Count" (Anzahl der weltweit eingesetzten Bohranlagen), ein Indikator für die
weltweite Bohrtätigkeit, stieg 2007 von zuletzt 3.043 auf durchschnittlich 3.116
Einheiten an.
Schoeller-Bleckmann konnte diesen Aufschwung der Oilfield Service-Industrie 2007
optimal nutzen. Das Unternehmen profitiert sowohl von Nachfragesteigerungen als
auch dem zunehmenden Komplexitätsgrad der Fördertechnologien, wodurch sich die
Nachfrage nach High-Tech Komponenten von SBO weiter verstärkt. Der
Auftragseingang lag mit MEUR 341 im Geschäftsjahr 2007 gegenüber 2006 mit MEUR
349 auf nahezu gleich hohem Niveau. Die Bestelleingänge betrafen alle Segmente
und alle Regionen gleichermaßen. Zum Bilanzstichtag betrug der Auftragsstand
MEUR 249 nach MEUR 241.
Weiteres, absolutes Rekordjahr
Schoeller-Bleckmann gelang es 2007 durch optimalen Einsatz des Maschinenparks
und der personellen Ressourcen den starken Auftragseingang bestmöglich zu
bewältigen. Dies erfolgte durch weitere Produktivitätssteigerungen, eine
Ausweitung der Arbeitszeiten durch Zusatzschichten und Überstunden sowie eine
weitere Aufstockung des Personalstandes.
Kostenseitig mussten - bedingt durch die Branchenkonjunktur - vor allem
steigende Löhne in Nordamerika verkraftet werden. Diese Mehrkosten konnten aber
ebenso wie weiter steigende Vormaterialkosten bei Edelstahl in den Preisen
untergebracht werden. Die physische Versorgung mit Vormaterialien wurde 2007
durch Lieferkooperationen mit Stahlwerken und Händlern sichergestellt.
Beide Produktgruppen, Präzisionsbohrstrangteile sowie Ölfeldausrüstung und
Service konnten im Geschäftsjahr 2007 den Umsatz deutlich steigern. Der Bereich
Präzisionsbohrstrangteile erzielte eine Umsatzsteigerung um 27 %, im Bereich
Ölfeldausrüstung und Service wurde der Umsatz um rund 44 % erhöht. Das
Bruttoergebnis erreichte MEUR 98,9 (nach MEUR 72,3, plus 37 %). Die Bruttomarge
konnte neuerlich von 30,2 % im Vorjahr auf 31,2 % angehoben werden. Die
EBIT-Marge lag bei 24,0 % nach 20,1 %. Diese erfreuliche Entwicklung war sowohl
auf Preisanpassungen als auch auf eine Kostendegression aufgrund der Vollnutzung
der Kapazitäten zurückzuführen.
Der Cashflow aus dem Ergebnis wurde deutlich von MEUR 47,1 in 2006 auf MEUR
67,9 gesteigert. Die Investitionen in Sachanlagen betrugen 2007 MEUR 66,0 (2006:
MEUR 28,8). Davon entfielen MEUR 37,8 (2006: MEUR 13,4) auf die Produktgruppe
Präzisionsbohrstrangteile. Schwerpunkt waren Liegenschaftskäufe bei den
US-Produktionsgesellschaften, die neue Produktionshalle am Standort
Ternitz/Österreich sowie die Anschaffung von Präzisionsfertigungsmaschinen. Die
Investitionen in der Produktgruppe Ölfeldausrüstung und Service betrugen MEUR
25,9 (2006: MEUR 15,2). Sie betrafen im Wesentlichen die Langschmiedemaschine
sowie Tieflochbohrmaschinen in Ternitz sowie Zugänge zur Mietflotte von
Bohrmotoren.
SBO-Aktie 2007 Top-Performer des ATX
Die Schoeller-Bleckmann-Aktie konnte auch im Börsejahr 2007 ihre erfolgreiche
Entwicklung fortsetzen und diese als ATX-Mitglied mit der besten
Börseperformance des Jahres sogar noch übertreffen. Die Aktie erreichte ihren
bisher höchsten Jahresschlusskurs im Oktober 2007 mit EUR 75,00 und lag intraday
mit EUR 75,49 (All-Time-High) sogar noch etwas darüber. Mit einer Performance
von 77 % beendete die SBO-Aktie das Börsejahr 2007 am 28. Dezember bei EUR 61,57
(Schlusskurs 2006: EUR 34,76). Der Wertzuwachs seit dem Listing an der Wiener
Börse im März 2003 beträgt 578 % (Erstkurs per 27. März 2003: EUR 9,08).
Der Vorstand wird der Hauptversammlung am 16. April 2008 die Erhöhung der
Dividende von EUR 0,80 im Vorjahr auf EUR 1,10 (Basisdividende EUR 0,50
zuzüglich einer Prämie von EUR 0,60) vorschlagen. Daraus ergibt sich eine
Rekord-Ausschüttung für 2007 von MEUR 17,6 (+ 38 % nach MEUR 12,8 in 2006).
Ausblick 2008
Unter der Voraussetzung einer weiterhin dynamischen Wirtschaftsentwicklung der
Emerging Markets und keiner substantiellen Abschwächung der Weltkonjunktur ist
von der Fortsetzung des aktuellen Aufwärtszyklus in der Oilfield
Service-Industrie auszugehen. Durch das hohe Ölpreisniveau wird die Erschließung
neuer, teurer und schwierig zu fördernder Ölvorkommen immer attraktiver.
SBO startet mit einem Rekord-Auftragsstand von MEUR 249 zu Jahresende 2007 in
das neue Geschäftsjahr. SBO wird 2008 durch die Inbetriebnahme des neuen Werkes
am Standort Ternitz und durch die Investitionspolitik an den anderen Standorten
den am aktuellen Zyklus der Oilfield Service-Industrie ausgerichteten
Wachstumskurs fortsetzen.
Für die Ergebnisentwicklung wird neben dem Unternehmenswachstum und der
Entwicklung des Marktumfeldes der Euro-Dollar Wechselkurs bestimmend sein. Eine
der zentralen Herausforderungen im Geschäftsjahr 2008 wird für SBO weiters ein
optimales Personalmanagement zur Absicherung des Wachstumskurses darstellen.
Insgesamt erwartet Schoeller-Bleckmann für 2008 eine Fortsetzung der
erfreulichen Unternehmensentwicklung.
Wichtige Kennzahlen:
2007 2006
Umsatz MEUR 317,4 239,5
Betriebsergebnis (EBIT) MEUR 76,1 48,2
EBIT-Marge % 24,0 20,1
EGT MEUR 72,5 46,8
Konzernergebnis MEUR 50,0 34,4
Cashflow aus dem Ergebnis MEUR 67,9 47,1
Investitionen in Sachanlagen MEUR 66,0 28,8
Gewinn je Aktie EUR 3,13 2,15
Dividende je Aktie EUR 1,10* 0,80
Mitarbeiter Anz. 1.222 1.086
* vorgeschlagen
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG ist Weltmarktführer bei
Hochpräzisionsteilen für die Oilfield Service-Industrie. Schwerpunkt sind
amagnetische Bohrstrangkomponenten für die Richtbohrtechnologie. SBO beschäftigt
weltweit 1.222 Mitarbeiter (31.12.2006: 1.086), davon in
Ternitz/Niederösterreich 375 und in Nordamerika (inkl. Mexiko) 603.
Finanzkalender 2008
16. April 2008 Ordentliche Hauptversammlung
30. April 2008 Ex-Tag, Dividendenzahltag
20. Mai 2008 Ergebnis 1. Quartal 2008
21. August 2008 Ergebnis Halbjahr 2008
20. November 2008 Ergebnis 3. Quartal 2008
Rückfragehinweis:
Gernot Bauer, Head of Investor Relations,
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG, A-2630 Ternitz, Hauptstraße 2,
Tel: +43 2630/315 DW 250, Fax: DW 101, E-Mail:
g.bauer@sbo.co.at
Mick Stempel, Hochegger|Financials, Tel: +43 1/504 69 87 DW 85,
E-Mail:
m.stempel@hochegger.com
Ende der Mitteilung euro adhoc
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