Erste Bank bestätigt Akkumulieren-Empfehlung
Der vorläufige Bericht zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2007 der
STRABAG enthielt neben Bauleistung, Orderbuch und Mitarbeiterstand zum Jahresende
lediglich eine grobe Indikation, was die Entwicklung der Gewinn- und
Verlustrechnung betrifft. Der Anstieg der Bauleistung um 3,5% auf EUR 10.746 Mio.
fiel geringer aus als erwartet (unsere Schätzung: EUR 10.919 Mio.; Konsensus:
EUR 11.005 Mio.). Die Bauleistung im Schlussquartal (Q4) bewegte sich damit auf
Vorjahresniveau. Sehr erfreulich hingegen weiterhin die Entwicklung des Auftragsstandes,
welcher gegenüber dem Vorjahr um 26,3% auf EUR 10.742 Mio. zulegte,
nicht zuletzt auch aufgrund großer Aufträge in Russland.
Wie erwartet verzeichnete das Segment Hoch- und Ingenieurbau mit +10,6% auf EUR
5.418 Mio. das stärkste Wachstum, während die beiden übrigen Segmente aufgrund
der Fertigstellung einiger großer Projekte Rückgänge bei der Bauleistung verzeichneten.
Das Unternehmen erwartet bei den Umsätzen eine ähnliche Entwicklung wie bei
der Bauleistung, die operativen Margen sollen jedoch über dem Vorjahr liegen
(adjustiert um a.o. Erträge aus dem Verkauf der DEUTAG AG in 2006). Das
Nettozinsergebnis soll sich aufgrund der Erlöse aus den Kapitalerhöhungen ebenfalls
verbessern. Insgesamt entspricht die Guidance unseren Erwartungen.
Die eher enttäuschende Entwicklung der Bauleistung im vierten Quartal ist unserer
Ansicht aufgrund der gewohnt starken saisonalen Schwankungen und Timing-Effekte,
des Rekord-Auftragsstandes und des zweistelligen Wachstums bei den Beschäftigten
(+15,4% auf 61.125) keine Benchmark für das zukünftig zu erwartende Wachstum.
Dies kommt auch im Unternehmensausblick zum Ausdruck, welcher von einem
Wachstum der Bauleistung von 15% (wir erwarten rd. 11%) und einem deutlich
höheren operativen Gewinn ausgeht. Wir sehen deshalb keinen Bedarf, unsere
Schätzungen zu ändern. Wir bleiben deshalb aktuell bei unserer Akkumulieren-
Einstufung mit Kursziel EUR 48.