Erste Bank bestätigt Kauf-Empfehlung
Intercell gab diese Woche bekannt, dass ihre unternehmenseigene Produktionsanlage
in Livingston, Schottland, die Herstellungserlaubnis für die kommerzielle
Produktion von Intercells Impfstoff gegen Japanische Enzephalitis erhalten hat. Der
Erteilung der Herstellungserlaubnis ging eine Inspektion voraus, die von der
britischen Arzneimittelbehörde durchgeführt wurde. Die Herstellungserlaubnis ist
notwendiger Bestandteil der Marktzulassung in Europa durch die Europäische
Arzneimittelagentur. Zudem bildet die Herstellungserlaubnis auch die Grundlage für
den künftigen Export des Produktes in die USA.
Weiters haben Intercell und die PATH Malaria Vaccine Initiative den Beginn einer
Zusammenarbeit bekanntgegeben, die darauf abzielt, das neuartige Adjuvans IC31
von Intercell in Kombination mit rekombinanten Malaria-Antigenen des NIH (National
Institute of Health) zu evaluieren. Das von PATH finanzierte Projekt wird bei Intercell
in Wien durchgeführt. Ziel der Studien ist es, die immunogene Wirkung von IC31 in
Kombination mit den Antigenen von NIH in Tiermodellen zu zeigen. Erste Ergebnisse
werden für Ende 2008 erwartet.
Wir sehen beide News nicht als unmittelbar kursrelevant. Alles andere als das OK
für die Herstellungserlaubnis der Intercell-eigenen Produktionsanlage wäre sicherlich
eine Enttäuschung gewesen. Dennoch ist es natürlich eine gute News. Bei der
neuen Kooperation betreffend der Evaluierung von Malaria-Antigenen mit Intercell's
IC31 ist noch zu früh, um irgendeine Auswirkung auf das Kursziel zu berechnen. Hier
muss natürlich erst bewiesen werden, dass in präklinischen Tests ein Erfolg
nachgewiesen wird. Wir sehen dennoch den jüngsten Kursrücksetzer bei der Aktie
als klare Nachkaufgelegenheit. Die Auswirkung der Subprime-Krise und der Konjunktur
in den USA auf das Geschäft von Intercell sind eher vernachläßigbar,
weshalb wir uns mit unserer Kaufempfehlung für die Aktie auch aktuell sehr wohl
fühlen.