euro adhoc: Intercell AG / Phase II Studie des Impfstoffkandiaten gegen S. aureus-Infektionen gestartet - Intercell erhält weitere USD 4 Mio Meilensteinzahlung von Merck & Co. Inc.
Wien (Österreich), 16. Dezember 2007 - Die Intercell AG (VSE: ICLL) hat heute
einen besonders bedeutenden Fortschritt in ihrem Gemeinschaftsprogramm mit Merck
& Co. bei der Ent-wicklung eines Impfstoffs gegen Staphylococcus aureus (S.
aureus) bekannt gegeben. Merck hat die klinische Phase II Studie in den USA
gestartet. Hierbei wird zunächst die Wirksamkeit und Sicherheit des Vakzins zur
Vermeidung von S. aureus-Infektionen nach planbaren schweren chirurgischen
Eingriffen untersucht. Die Administration des Impfstoffes erfolgt als
Einmalimpfung vor einer Operation.
Durch den Beginn der klinischen Phase II-Studie erhält Intercell von Merck & Co.
eine weitere Zahlung in Höhe von 4 Mio. USD.
Ausgangsmaterial für die Entwicklung des S. aureus-Impfstoffs ist ein von
Intercell entdecktes und patentiertes hochkonserviertes Protein-Antigen. Dieses
Antigen wurde 2004 mit der Firma Merck & Co. Inc. in eine weltweite exklusive
Lizenzpartnerschaft eingebracht. Merck hat hierbei die Verantwortung für die
klinische Entwicklung, die Herstellung und das Marketing übernommen. Intercell
erhält signifikante Meilensteinzahlungen bei Entwicklungsfortschritt und
Lizenzgebühren auf zukünftige Nettoverkaufserlöse in bedeutender Höhe.
Zu Beginn dieses Jahres wurden die umfangreichen klinischen Studien der Phase I
für diesen Impfstoff erfolgreich abgeschlossen. Dabei erwies sich der Impfstoff
bereits als immunogen, sicher und allgemein sehr gut verträglich.
Gerd Zettlmeissel, CEO von Intercell: "Wir freuen uns außerordentlich, dass
Merck die Phase II-Studien bei unserem S. aureus-Impfstoff aufgenommen hat. Da
dieser Impfstoff innerhalb unseres Antigen Identification Programms (AIP®)
entwickelt wurde, ist dies eine enorme Bestätigung der einzigartigen Effizienz
des AIP® hinsichtlich der Entwicklung neuartiger bakterieller Impfstoffe."
Hospitale Infektionen
Im Krankenhaus erworbene, durch Bakterien hervorgerufene Infektionen sind eine
der Hauptursachen für Todesfälle und schwere Erkrankungen. Intercell hat seit
Jahren ein groß angelegtes, umfassendes und breit gefächertes Programm zur
Identifizierung von Antigenen in Angriff genommen. Damit leistet Intercell einen
enormen Beitrag zur Entwicklung wirkungsvoller Impfstoffe gegen
Krankenhaus-Infektionen. Parallel zum von Intercell konzipierten und mit Merck
gepartnerten S. aureus-Impfstoff entwickelt Intercell einen weiteren Impfstoff,
der gegen im Krankenhaus erworbene Pseudomonas aeruginosa-Infektionen eingesetzt
werden soll; für 2008 ist hierbei eine klinische Phase II/III-Studie geplant.
Ebenso werden erfolgreich vorklinische Programme zur Entdeckung von Impfstoffen
gegen Enterococcus und Klebsiella - Keime, die ebenfalls zu Infektionen im
Krankenhaus führen - durchgeführt.
Über S. aureus
S. aureus ist der häufigste Verursacher nosokomialer Infektionen. Neben
Blutvergiftungen, von denen etwa 35 % tödlich verlaufen, führen auch Infektionen
der Knochen, des Herzens und anderer innerer Organe zu schwerwiegenden
gesundheitlichen Problemen. Die medizinische und wirtschaftliche Belastung ist
enorm.
Man geht heute davon aus, dass etwa die Hälfte aller S. aureus-Stämme, die
weltweit in Krankenhäusern isoliert werden, gegen mehrere Antibiotika resistent
sind, wodurch sich die gezielte Behandlung dieser Erkrankungen als immer
schwieriger darstellt. Krankenhausinfektionen sind weltweit einer der
Hauptgründe für schwere Erkrankungen und Todesfälle, was in Industrieländern zu
einer jährlichen finanziellen Belastung von mehr als USD 20 Mrd. führt. Allein
in den USA infizieren sich jährlich etwa zwei Millionen Menschen, während sie in
Krankenhäusern stationär betreut werden.
Rückfragehinweis:
Intercell AG
Lucia Malfent
Head of Communications
Tel. +43 1 20620-303
lmalfent@intercell.com
Ende der Mitteilung euro adhoc
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