Erste Bank sieht signifikantes mittelfristiges Aufwärtspotenzial
Das österreichische Biotech-Unternehmen hat letzte Woche Halbjahreszahlen
präsentiert, die für den weiteren Kursverlauf aus unserer Sicht allerdings
wenig aussagekräftig sind. Bei Umsätzen von EUR 5,2 Mio. wurde ein Nettoverlust
von EUR 15,6 Mio. ausgewiesen. Hier sind noch keine Effekte aus der kürzlich
abgeschlossenen Kooperation mit Novartis enthalten. Auf Sicht des Gesamtjahres
gab das Unternehmen erstmals die Guidance, dass 2007 klar mit dem Breakeven
zu rechnen ist. Wir werden Änderungen in unseren Schätzungen aufgrund einer
unterschiedlichen Aufteilung der erwarteten Lizenzerlöse vornehmen.
Weitere wesentliche Forschungsnews sind anlässlich der Halbjahreszahlen keine
bekanntgegeben worden. Das sollte sich allerdings bald ändern. Intercell gab an,
dass noch im August mit vorläufigen Ergebnissen der Phase II Studie des Hepatitis
C Impfstoffs zu rechnen ist. Die Enttäuschungen von deutschen Biotech-Unternehmen
zuletzt haben dazu beigetragen, dass Investoren hier vorsichtiger geworden
sind. Sollten diese Phase II Daten positiv sein, dürfte dies für den aktuell gedrückten
Aktienkurs einen deutlichen Schub bringen. Allerdings sehen wir auf Basis des aktuellen Kurses jedenfalls signifikantes mittelfristiges Aufwärtspotenzial für Aktie,
das sich aus der Vielzahl an Entwicklungsprojekten ableitet, die selbst oder in
Kooperation mit Merck, Novartis, etc. in Bearbeitung sind.