Agrana schloss Übernahme von Lebensmittelhersteller Mercator-Emba ab
Zukauf soll der Agrana Wachstum im Food-Service-Bereich
bringen
Die börsennotierte Agrana hat die
Übernahme des slowenischen Lebensmittelherstellers Mercator-Emba
abgeschlossen. Seitens der Wettbewerbsbehörden gab es für den Zukauf
unlängst grünes Licht, teilte der Lebensmittelkonzern am Donnerstag
mit. Vom Erwerb des Unternehmens mit Sitz in der Nähe von Ljubljana
erhofft sich die Agrana laut CEO Stephan Büttner vor allem Wachstum
im Food-Service-Bereich, der an die Gastronomie bzw. an
Fast-Food-Restaurants und Kaffeeketten andockt.In diesem Segment zählt Mercator-Emba als Zulieferer nach
Agrana-Angaben zu den Marktführern in Slowenien. Spezialisiert ist
die Firma, die gut 100 Mitarbeitende beschäftigt und zuletzt einen
Jahresumsatz von 30 Mio. Euro erwirtschaftete, unter anderem auf die
Herstellung von Instant-Kakao-Produkten, Sirupen und
Dessert-Toppings. Die Produkte werden vorwiegend nach Zentral-, Süd-
und Osteuropa geliefert.
"Es ist sehr schwer, in dieses Kundensegment (Fast-Food- und
Kaffeeketten, Anm.) vorzudringen, weil die traditionell starke
Lieferantenbeziehungen haben. Die haben einen Namen zu verlieren und
brauchen stetige Qualität. Mit Mercator und unseren sonstigen
globalen Aktivitäten haben wir demnächst aber einen ganz anderen
Hebel bei solchen Kunden und versprechen uns viel von dem Zukauf",
hatte Büttner Ende März betont. In der Agrana liegt der Fokus
mittlerweile verstärkt auf dem Geschäftsbereich Food & Beverage
Solutions (FBS), der mit der neuen Unternehmensstrategie geschaffen
wurde und in den sich auch Mercator-Emba eingliedern wird. In das
Segment fallen Erzeugnisse für Molkereien sowie für die Hersteller
von Eiscreme, Backwaren und Getränken.
tpo/tsk
ISIN AT000AGRANA3
WEB http://www.agrana.com