Agrana-Gewinn 2025/26 eingebrochen, Verlust je Aktie ausgeweitet
Zuckerkonzern verbuchte Verlust von 0,64 Euro je Aktie, nach
minus 0,07 Euro im Vorjahr - Zuckersparte mit 46 Mio. Euro
abgeschrieben - Vorstand schlägt Dividende von 0,35 Euro vor
Der börsennotierte Zuckerkonzern Agrana hat seinen
Verlust im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025/26 weiter ausgebaut. Nach
vorläufigen Zahlen stand unter dem Strich ein Minus von 0,64 Euro
pro Aktie, nach einem Verlust von 0,07 Euro je Anteilsschein im Jahr
davor, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Das Ergebnis der
Betriebstätigkeit (EBIT) schrumpfte auf 3,2 Mio. Euro, nach 40,5
Mio. Euro im Vorjahr. Dennoch schlägt der Vorstand eine Dividende
von 0,35 Euro je Aktie vor.Der Umsatz belief sich im abgelaufenen Jahr auf 3,24 Mrd. Euro,
im Jahr davor lag er bei 3,51 Mrd. Euro. Beim Ergebnis aus
Sondereinflüssen verbuchte der Zuckerkonzern ein Minus von 74,1 Mio.
Euro, darin enthalten ist die angekündigte Abschreibung der
Zuckersparte in Höhe von 46 Mio. Euro. Für 2025/26 schlägt der
Vorstand dennoch eine Dividende in Höhe von 0,35 Euro je Aktie vor,
nach 0,70 Euro im Vorjahr. Die Ausschüttung orientiere sich nicht
nur am Ergebnis, sondern auch am Cashflow sowie an der
Verschuldungssituation des Konzerns. Die Stabilität der
Bilanzstruktur sieht der Konzern gewahrt.
Deutlich besseres Ergebnis für heuer erwartet
Im Geschäftsjahr 2026/27 will die Agrana ihr EBIT wieder
steigern, es soll "sehr deutlich (mehr als +50 %) über dem Vorjahr
liegen", schrieb der Konzern. Erwartet wird demnach eine Bandbreite
von 70 bis 90 Mio. Euro. Der Konzernumsatz soll um 1 bis 5 Prozent
zulegen. Einen Lichtblick soll bereits das erste Quartal liefern,
das EBIT soll hier bereits "sehr deutlich über dem Vergleichswert
des Vorjahreszeitraumes" von 5,7 Mio. Euro liegen.
Der Krieg im Iran habe für die Agrana eine "nochmalige
Verstärkung der bereits bestehenden hohen Volatilitäten auf den
Absatzmärkten" und erneut gestiegene Preise auf den
Beschaffungsmärkten zur Folge. Die sich daraus ergebenden
wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen seien schwer
abschätzbar, so der Konzern. Schwierigkeiten bereiten dem
Unternehmen auch globale zollpolitische Verwerfungen.
Basis für die Prognose des Unternehmens sei, dass der Krieg
temporär und regional begrenzt und die Versorgung mit Energie und
Rohstoffen gewährleistet bleibt und es zu keinen massiven
Verwerfungen auf den Absatz- und Beschaffungsmärkten kommt. Der
Geschäftsbericht und weitere Details werden am 12. Mai 2026
veröffentlicht.
cgh/rst
ISIN AT000AGRANA3
WEB http://www.agrana.com