Addiko Bank 2025 mit leichtem Gewinnrückgang auf 44 Mio. Euro
Nach 45,5 Mio. Euro im Vorjahr - Dividendenausschüttung weiter
ausgesetzt - Wechsel vom Prime in den Standard Market der
Wiener Börse
Die auf Zentral- und Südosteuropa spezialisierte
Addiko Bank hat 2025 einen Nettogewinn von 44 Millionen Euro erzielt
und lag damit knapp unter dem Vorjahresgewinn (45,4 Mio. Euro). Ein
gestiegenes Provisionsergebnis glich dabei einen Rückgang beim
Zinsergebnis aus, teilte die Bank mit Sitz in Wien am Donnerstag
mit. Eine Dividende wird erneut keine ausgeschüttet. Hier dürfte es
weiterhin keine Freigabe durch die Europäische Zentralbank (EZB)
geben."Unsere proaktive Handlungsbereitschaft, Kostendisziplin und
konservative Bilanzsteuerung ermöglichten es uns, die Profitabilität
in einem anspruchsvollen Marktumfeld mit niedrigem Zinsniveau zu
sichern", kommentierte Vorstandschef Herbert Juranek die Zahlen. Zu
der erneuten Aussetzung der Dividendenausschüttung heißt es in der
Presseaussendung: "Der Vorstand beabsichtigt, zu einer angemessenen
und nachhaltigen Dividendenpolitik zurückzukehren, sobald die
zugrunde liegenden Themen ausgeräumt sind."
Positiver Ausblick auf 2026
Das Nettozinsergebnis ging von 2024 auf 2025 um 1,8 Prozent auf
knapp 238 Mio. Euro zurück. Dank einem gestiegenen
Provisionsergebnis (+7,6 Prozent auf 78,5 Mio. Euro) kam ein im
Jahresvergleich weitergehend unverändertes Nettobankergebnis in Höhe
von 316,9 Mio. Euro raus. Das Neugeschäft mit Konsumenten-Krediten
ist um 20 Prozent gestiegen, bei den Krediten für Kleine- und
Mittlere Unternehmen (SME-Segment) gab es ein Plus von 11 Prozent.
Die Kernkapitalquote (CET1-Quote) betrug 22,4 Prozent nach 22
Prozent im Vorjahr. Einen negativen Einfluss auf das Neugeschäft und
das Nettobankergebnis hätten auch neue "makroprudenzielle Maßnahmen
und Kreditbeschränkungen in Kroatien, Serbien, Montenegro und der
Republika Srpska" (Teil von Bosnien-Herzegovina) gehabt.
Auf das laufende Jahr 2026 blickt die Bank eher positiv, was sie
vor allem auf ein starkes erwartetes Wirtschaftswachstum in ihren
Kernregionen zurückführt. Ab April wird das börsennotierte Geldhaus
unterdessen vom "Prime Market" in den "Standard Market" der Wiener
Börse wechseln. Die Dividende war bereits 2024 gestrichen worden.
Grund war eine aus Sicht der EZB unübersichtliche
Eigentümersituation. Für das Geschäftsjahr 2023 waren noch 1,26 Euro
je Aktie ausgezahlt worden.
spo/rst
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