Andritz 2025: Umsatz und Gewinn gesunken, Auftragseingang im Plus
Nettogewinn fiel um 7,9 Prozent auf 457,1 Mio. Euro, Umsatz
auf 7,9 Mrd. Euro - Rekord bei Auftragsstand - Dividende
steigt auf 2,70 Euro - Für 2026 wieder leichtes Umsatzwachstum
erwartet
Der steirische Anlagenbauer Andritz hat im Jahr
2025 trotz voller Auftragsbücher Einbußen bei Umsatz und Gewinn
verzeichnet. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, sank der
Umsatz um 5 Prozent auf 7,9 Mrd. Euro. Das Konzernergebnis fiel um
knapp 8 Prozent auf 457,1 Mio. Euro. Der Auftragseingang stieg
dagegen um gut 7 Prozent auf 8,9 Mrd. Euro. Die Aktionäre sollen
eine von 2,60 auf 2,70 Euro je Aktie erhöhte Dividende erhalten.Trotz eines wirtschaftlich schwierigen Umfelds sprach
Vorstandschef Joachim Schönbeck von soliden Ergebnissen. "Das letzte
Jahr hat uns erneut Disziplin und klare Prioritäten abverlangt,
zumal wir uns mit geopolitischen Hürden und einem zurückhaltenden
Investitionsklima konfrontiert sahen", wurde der CEO in einer
Aussendung zitiert. Der Konzern habe sich dennoch gut behauptet, was
sich im Auftragsstand zeige, der zum Jahresende auf einen Rekordwert
von 10,5 Mrd. Euro kletterte. Die vergleichbare operative Marge
(EBITA) blieb bei 8,9 Prozent stabil. Der Umsatzrückgang ist laut
Andritz neben dem verhaltenen Auftragseingang des Vorjahres auch auf
negative Währungseffekte durch den starken Euro zurückzuführen.
Starke Auftragszuwächse bei Papier und Wasserkraft
Getragen wurde der hohe Auftragseingang im abgelaufenen Jahr vor
allem von den Bereichen Papier (Pulp & Paper) und Wasserkraft
(Hydropower), die Auftragszuwächse von 20 bzw. 16 Prozent
verbuchten. Hier sorgten Großaufträge für neue Zellstoffwerke in
China sowie die weltweite Nachfrage nach erneuerbaren Energien und
Pumpspeichern - unter anderem in Indien und Thailand - für volle
Bücher. Rückläufig war die Nachfrage hingegen in den Segmenten
Metals und Environment & Energy. Insgesamt tätigte das Unternehmen
im Vorjahr sechs größere Akquisitionen, um das eigene Produkt- und
Serviceportfolio weiter auszubauen.
Für das laufende Jahr 2026 gibt sich der Technologiekonzern
optimistisch. Das Management erwartet eine Projektaktivität auf dem
aktuellen Niveau und prognostiziert eine Rückkehr zum moderaten
Umsatzwachstum auf 8,0 bis 8,3 Mrd. Euro. Die vergleichbare
operative Marge (ohne Sondereffekte) soll sich zwischen 8,7 und 9,1
Prozent bewegen.
ivn/tpo
ISIN AT0000730007
WEB http://www.andritz.com
ISIN AT000AGRANA3
WEB http://www.agrana.com