Verbund-Kraftwerke Limberg I und III könnten Jahre ausfallen
Laut ORF Salzburg wird der wirtschaftliche Schaden auf
mindestens 47 Millionen Euro geschätzt
Die
Verbund-Pumpspeicherkraftwerke Limberg I und Limberg III in Kaprun
(Pinzgau) dürften wesentlich länger ausfallen, als der Betreiber
bisher bekanntgegeben hat. Die beiden Anlagen mussten nach Problemen
zum Teil bereits vor Wochen abgeschaltet werden. Die Reparaturen
könnten bis zu zwei Jahre dauern, wie ORF Salzburg am Dienstag
berichtete. Der wirtschaftliche Schaden werde derzeit auf mindestens
47 Millionen Euro geschätzt, hieß es.Die Verbund AG hatte in der Vorwoche in einer Aussendung erklärt,
dass Limberg I und Limberg III in vier bis sechs Monaten wieder in
Betrieb gehen können. Wie prekär die Lage tatsächlich ist, geht aus
einem internen Papier der Verbund AG hervor, das dem ORF vorliegt.
Demnach sei im Kraftwerk Oberstufe, bekannt als Limberg I, aus
heutiger Sicht die komplette Erneuerung des Transformators
erforderlich. Die Lieferzeit dafür betrage ein bis zwei Jahre.
Gleichzeitig würden die beiden Generatoren im dreimal so großen
Kraftwerk Limberg III mindestens bis April beziehungsweise Juli
ausfallen.
Verzögerungen wegen Schadensanalysen und Lieferfristen
Verzögerungen seien aufgrund der laufenden Schadensanalysen
und/oder längerer Lieferfristen möglich, heißt es laut ORF in dem
internen Schreiben, in dem auch erstmals der Wegfall von Erlösen
durch die schadhaften Generatoren und den kaputten Transformator
genannt wird. Der wirtschaftliche Schaden werde derzeit auf
mindestens 47 Millionen Euro geschätzt. Die APA hat bisher noch
keine Stellungnahme dazu vom Verbund-Konzern erhalten.
Limberg III steht aufgrund eines Isolationsfehlers beim Generator
derzeit nicht zur Verfügung. Im Zuge der Schwarzstartversuche mit
der Kaprun Oberstufe ist ein Fehler im Einspeisetransformator
aufgetreten, wie der Konzern in der Vorwoche erläuterte. Mit dem
Ausfall der beiden Kraftwerke fallen rund 57 Prozent der gesamten
Pumpspeicherleistung der Kraftwerksgruppe Kaprun aus und damit fast
ein Viertel der Leistung aller Verbund-Speicherkraftwerke in ganz
Österreich.
"Versorgungssicherheit nicht gefährdet"
Mit 480 Megawatt (MW) ist Limberg III eines der größten
Pumpspeicherkraftwerke Österreichs. Durch den Ausfall der Oberstufe
kommen weitere 160 MW hinzu, die nicht zur Verfügung stehen. Die
Versorgungssicherheit in Österreich sei dadurch aber nicht
gefährdet, erklärte das Unternehmen in der vergangenen Woche.
Die Kraftwerksgruppe Kaprun besteht aus vier Kraftwerken mit
einer Pumpspeicherleistung von insgesamt 1.120 MW. Limberg II mit
480 MW und die Hauptstufe mit 260 MW seien von dem Ausfall nicht
betroffen und stünden weiter zur Verfügung, hieß es.
vr/fn/tsk
ISIN AT0000746409
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