ATX (Wiener Börse Index) - Marktanalyse Österreich

ATX (WIENER BöRSE INDEX)

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5.809,61 EUR -0,73%
Hoch 5.898,11 Tief 5.796,68 Vortag 5.852,36

Marktanalyse Österreich



Der ATX übersprang diese Woche mit einem Plus von 0,8% die 4.800-Punkte-Marke und lag damit in etwa gleichauf mit dem EuroStoxx 600. Nach einem neuen Jahreshoch bei 4.857 zu Beginn der Woche, fiel der Wiener Leitindex Richtung 4.800-Punkte-Marke. Nur zähe Fortschritte am Ukraine-Gipfel, weitere Forderungen seitens der USA im Zollstreit mit Europa sowie das US-Notenbanker-Treffen in Jackson Hole diese Woche dämpften die Kauflaune an den Aktienmärkten. Europaweit gesucht waren Pharma- und Nahrungsmittelwerte. An die Spitze des ATX setzten sich die voestalpine und die OMV. Schlusslicht war die SBO nachdem eine gedämpfte Nachfrage gepaart mit der Dollar-Schwäche ihre Spuren in den Q2-Ergebnissen hinterließen.

Die Berichtssaison ging in Österreich diese Woche mit Volldampf weiter. Erfreuliche Updates kamen von Uniqa und PORR. Nach einem soliden 1. Halbjahr mit einem Plus beim Vorsteuerergebnis von 7% auf EUR 296 Mio., konkretisierte der Uniqa-Vorstand seinen Ausblick für das Vorsteuerergebnis auf EUR 490-510 Mio., was einem Plus von 11-15% gegenüber 2024 entspricht.

Die PORR steigerte ihre Produktionsleistung im Q2 um 6% und verbesserte ihre EBIT-Marge. Zahlreiche Bahnbau-Neuaufträge sorgten im Q2 für ein 30%-Plus beim Auftragseingang und ein neues Allzeithoch im Auftragsbuch.

Bei Mayr-Melnhof führte der Verkauf der TANN-Gruppe zu einem Einmalertrag von rund EUR 127 Mio. im 2. Quartal, welcher den Quartalsgewinn stark nach oben schraubte. Im 2. Halbjahr erwartet der Vorstand jedoch Ergebnisbelastungen aus Wartungsstillständen und der Dekonsolidierung der TANN-Gruppe.

Kapsch TrafficCom verbuchte einen positiven GuV-Effekt aus der Einigung mit Deutschland zur gescheiterten PKW-Maut, während sich die Entkonsolidierung von zwei Projektgesellschaften negativ auf Umsatz und Ergebnis auswirkte. Der Mittelzufluss aus der Einigung beläuft sich auf EUR 27 Mio. und wurde im Juli ausbezahlt, sodass er sich im Q2 positiv auf Liquidität und Nettoverschuldung auswirken wird.

Aus dem Flugsektor berichteten der Flughafen Wien und Flugzeugzulieferer FACC. Der Flughafen Wien konnte Umsatz und Ergebnis im 2. Quartal steigern und bestätigte seinen Ausblick für 2025. Auch im Juli legten die Passagierzahlen auf Gruppenebene trotz der negativen Auswirkungen der Nahost-Konflikte auf den Flugverkehr leicht zu. Auch die FACC erzielte im 2. Quartal ein Umsatzplus und konnte ihre Margen stärken. Das Umsatzziel für das Gesamtjahrliegt bei EUR 1 Mrd. mit steigender EBIT-Marge.

In unserer neuen Unternehmensanalyse zur Frequentis haben wir diese Woche unsere Empfehlung auf Halten rückgestuft. Seit Aufnahme unserer Coverage der Frequentis-Aktie Mitte Februar 2025 verdoppelte sich der Aktienkurs, sodass aus Bewertungssicht das Kurssteigerungspotenzial stark abgeschmolzen ist.

Ausblick

Kommende Woche berichten VIG, STRABAG und die Immotitel CA Immo, CPI Europe und UBM über ihre Halbjahresergebnisse. Die EVN legt ihre Zahlen über die ersten drei Quartal vor.



ATX (Wiener Börse Index) : 5809.61 -0.7% ATX Intraday Chart Börse Wien
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