UNIQA steigert im 1. Quartal Prämien und Gewinn
Wenig Schäden aus Naturkatastrophen - Starkes Wachstum in
Polen - Turbulenzen am Kapitalmarkt belasten Finanzergebnis
Der Versicherungskonzern UNIQA hat im ersten Quartal
mehr verdient und seinen Gewinn gesteigert, Turbulenzen an den
Finanzmärkten belasteten jedoch das Finanzergebnis. Die verrechneten
Prämien erhöhten sich um 13,2 Prozent, wobei vor allem das Wachstum
in Zentral- und Osteuropa (CEE) unterstützte. Das Konzernergebnis
legte um 10,9 Prozent auf 118,6 Mio. Euro zu. Die
Netto-Combined-Ratio (Schaden-Kosten-Quote) verbesserte sich von
91,7 auf 88,2 Prozent."Die gesamte Branche hatte im ersten Quartal sehr wenige Schäden
aus Naturkatastrophen zu verzeichnen", sagte UNIQA-Chef Andreas
Brandstetter im Gespräch mit der APA. Die "heiße Zeit" komme erst im
zweiten und dritten Quartal des Jahres. Das erste Jahresviertel sei
dagegen "sehr erfreulich" verlaufen. In Österreich stiegen die
Prämien um 4,3 Prozent, in CEE gab es mit 12,4 Prozent ein deutlich
stärkeres Wachstum.
Starkes Wachstum in Polen
Gestützt wurde das vor allem von Polen, wo die Prämien um 22,6
Prozent zulegten. Das Land ist mit rund 5 Millionen Kundinnen und
Kunden der größte Markt für die UNIQA. Trotz des starken Wachstums
in Polen in den vergangenen Jahren sieht Brandstetter weiterhin
"Luft nach oben". Die UNIQA habe dort erst einen Marktanteil von
rund 6 bis 7 Prozent und Polen sei in der CEE-Region eine
konjunkturelle "Wachstumslokomotive", was auch der
Versicherungswirtschaft zu Gute komme. Neben Polen wachse auch
Rumänien mit einem Prämienplus von 14,5 Prozent deutlich.
Turbulenzen am Kapitalmarkt belasten Finanzergebnis
Die jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten aufgrund der
Zollpolitik des US-Präsidenten Donald Trumps belasteten indessen das
Finanzergebnis. Das Kapitalanlageergebnis halbierte sich im ersten
Quartal von 237,5 Mio. Euro auf 108,8 Mio. Euro, das Finanzergebnis
brach von 70,7 Mio. Euro auf 21,1 Mio. Euro ein. Für das Gesamtjahr
rechnet Brandstetter dennoch mit einem "guten" Finanzergebnis, ohne
konkrete Zahlen zu nennen. Auf die allgemeine Veranlagungsstrategie
der UNIQA hätten kurzfristige Ausschläge wie im Frühling keine
nennenswerte Auswirkung, so der Versicherungschef.
Ausblick von Unsicherheiten geprägt
Ein Ausblick für das Gesamtjahr 2025 sei aufgrund der
wirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen sowie aufgrund
tendenziell zunehmender Naturkatastrophenschäden mit Unsicherheit
behaftet. Im Rahmen der neuen Strategie bis 2028 strebt die UNIQA
aber ein Wachstum bei den verrechneten Prämien von durchschnittlich
5 Prozent pro Jahr an. Die Prämien sollen um durchschnittlich 6
Prozent jährlich wachsen.
Nach Plan verläuft jedenfalls der Ausstieg aus Albanien,
Nordmazedonien und Kosovo. Vom albanischen Regulator habe es bereits
grünes Licht gegeben, auf die übrigen regulatorischen Genehmigungen
warte man noch, sagte Brandstetter. Das Closing ist für das zweite
Quartal 2025 geplant.
bel/spo
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