Telekom Austria - Telekom Austria drängt auf Umstellung des Glasfaser-Förderregimes

TELEKOM AUSTRIA

9,80 EUR +3,16 %
→ Chart → Stammdaten → Forum

Telekom Austria drängt auf Umstellung des Glasfaser-Förderregimes


Arnoldner: Haushalte fördern, nicht Baufirmen - Cloud-Lösungen sind das am stärksten wachsende Geschäftsfeld - Keine Exit-Pläne für Belarus



Die Telekom Austria konnte ihren Umsatz im vergangenen Jahr nicht einmal in der Höhe der Inflation steigern, und das Wachstum kam fast zur Gänze aus Osteuropa. "Österreich ist ein sehr wettbewerbsintensiver Markt", sagte Vize-CEO Thomas Arnoldner am Montag. Was ihn seit Jahren stört: Der Glasfaser-Ausbau sei in Österreich extrem teuer, und das liege auch am Förderregime. Nicht die Baufirmen sollten gefördert werden, sondern Haushalte, die sich Glasfaseranschlüsse zulegen.
9,80 EUR +3,16%
Hoch 9,88 Tief 9,38 Vortag 9,50

In den vergangenen Jahren seien 2,4 Mrd. Euro in Förderungen gepumpt worden. Das habe die Ausbaukosten massiv in die Höhe getrieben. "Wir sind selbst das Unternehmen, das am meisten Glasfaser ausbaut in Österreich, wir haben nichts gegen Glasfaserausbau", sagte Arnoldner. "Wir sind aber der Meinung: In Zeiten begrenzter Mittel sollte man diese verantwortungsvoll einsetzen." Die Anschlüsse einzelner Haushalte seien mit bis zu 80.000 Euro gefördert worden. "Um 80.000 stelle ich Ihnen einen SUV vor die Tür, der eine SIM-Karte eingebaut hat." Im Durchschnitt koste ein Glasfaser-Anschluss in Österreich 2.000 Euro, berichtete A1-Österreich-Chef Marcus Grausam. In Nordmazedonien würden die Kosten nur 200 Euro betragen.

Cloud-Lösungen sind am stärksten wachsendes Geschäftsfeld

Was für die Telekom in Österreich gut läuft, ist das Geschäft mit Rechenzentren und Cloud-Lösungen, wo es noch immer zweistellige Wachstumsraten gebe, sagte Grausam. "Das ist unser am stärksten wachsendes Geschäftsfeld." Ein weiterer Investitionsschwerpunkt bleibt der 5G-Ausbau, aber auch der Glasfaser-Ausbau. "Wir erreichen 850.000 Haushalte direkt mit Glasfaser, ungefähr 1,5 Millionen Haushalte mit zumindest 300 Megabit und 2 Millionen Haushalte mit zumindest 100 Megabit." Es sei geplant, das Investitionsniveau in den kommenden Jahren und 2025 weiterhin hoch zu halten, "irgendwo wieder bei rund einer halben Milliarde Euro".

Keine Exit-Pläne für Belarus

Gut läuft das Geschäft in Belarus mit einem Umsatzwachstum von 15 Prozent im vierten Quartal. Allerdings kann die Telekom Austria wegen der gegenseitigen Sanktionen - Österreich gilt als "unfriendly country" - ihre Gewinne aus Belarus nicht herausholen. "Wir reden da von einem hohen zweistelligen Millionenbetrag", sagte Arnoldner. Trotzdem gebe es für Weißrussland keine Exit-Pläne. Dafür habe man intern zwar rote Linien definiert, "die wir aber nicht öffentlich kommunizieren. Wir wollen niemanden einladen, diese roten Linien auszutesten." Man habe in Belarus fast 6 Millionen Kunden und über 2.000 Mitarbeiter, "die wir nicht im Stich lassen wollen".

In Österreich wird der Mitarbeiterstand seit etwa einem Jahrzehnt kontinuierlich reduziert. Das erfolge etwa, indem man frei werdende Positionen nicht nachbesetze, erklärte Grausam. "Die Reduktion ist zum größten Teil dem technischen Fortschritt geschuldet." Heuer sollen weitere 400 Stellen eingespart werden. Eine Zielvorgabe für den endgültigen Mitarbeiterstand habe man nicht definiert, weil es auch neue Geschäftsfelder gebe. Das aktuelle Geschäft könnte man mit 5.000 Leuten machen, man stehe derzeit bei 6.000 Vollzeit-Äquivalenten.

ivn/cri

ISIN AT0000720008 WEB https://www.a1.net http://www.telekomaustria.com

 ISIN  AT0000BAWAG2
 WEB   http://www.bawagpsk.com



ATX (Wiener Börse Index) : 5809.61 -0.7% ATX Intraday Chart Börse Wien
          [Aktienkurse >>]

BÖRSE-NEWS
Allgemeines — Amazon will im oberösterreichischen Reichersberg investieren -Zeitung
Allgemeines — AUA springt nach Lufthansa-Streichungen mit mehr Flügen in Bresche
Allgemeines — AUA springt nach Lufthansa-Streichungen mit mehr Flügen in Bresche
Allgemeines — Autozulieferer Nemak plant Werkschließung in NÖ, 330 Jobs betroffen
Telekom Austria — Telekom Austria dank Geschäft in CEE im ersten Quartal im Aufwind
Kapital&Wert — Purgstaller als Vorstand bei Wiener Privatbank bestellt
Telekom Austria — Telekom Austria dank Geschäft in CEE im ersten Quartal im Aufwind
Allgemeines — Billig-Airline Ryanair droht und lockt Österreichs Regierung
Allgemeines — Billig-Airline Ryanair droht und lockt Österreichs Regierung
Agrana — Agrana - Erste Group erhöht Kursziel leicht von 12,5 auf 12,7 Euro
BAWAG — BAWAG will Irland-Übernahme in Q4 2026 oder Q1 2027 abschließen
Raiffeisen Bank International — RBI - Barclays erhöht Kursziel leicht von 39,0 auf 40,0 Euro
Erste Group Bank — Erste Group - Barclays erhöht Kursziel von 119 auf 123 Euro
BAWAG — BAWAG-Expansion schiebt Gewinn im 1. Quartal weiter an
   [weitere News >>]