AMAG - Schwieriges Marktumfeld sorgte 2024 für Ergebnisrückgang bei AMAG

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Schwieriges Marktumfeld sorgte 2024 für Ergebnisrückgang bei AMAG


CEO Kaufmann zu Zöllen: Die USA müssen auch künftig Primäraluminium importieren - BILD



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Der oberösterreichische Aluminiumkonzern AMAG blickt auf ein schwieriges Jahr zurück, das auch seine Spuren in der Bilanz hinterlassen hat. Das Ergebnis nach Steuern sank von 66,4 auf 43,2 Mio. Euro ab, das EBITDA gab von 188,4 auf 179,2 Mio. Euro nach. Der Umsatz ging um 0,7 Prozent auf 1,4 Mrd. Euro zurück. Unterm Strich zeigte sich die Konzernführung zufrieden, ein Ausblick für das heurige Jahr sei aber schwierig - Stichwort US-Zölle und kriselnde Automobilwirtschaft.

"Wir sind stolz, dass wir in einem schwierigen Marktumfeld das Niveau halten haben können", sagte am Donnerstag Vorstandsvorsitzender Helmut Kaufmann bei der Bilanzpressekonferenz. Der Dividendenvorschlag für 2024 werde bei 1,20 Euro je Aktie liegen, nach 1,50 Euro im Jahr zuvor. Im Bereich Auto, Transport und Luftfahrt sei ein Rekordabsatz erzielt worden. "In Summe" blicke das Management zuversichtlich auf das heurige Jahr.

Viel Unsicherheit bei Zöllen

Zu den Plänen der USA und Europa zu Zöllen gab sich das Management des Aluminiumkonzerns, der ein Elektrolysewerk in Kanada betreibt, am Donnerstag zurückhaltend. Im schlechtesten Fall würde man von beiden Seiten mit Zöllen belegt, die in Summe bis zu 50 Prozent betragen könnten. Aber noch sei hier vieles ungewiss. Das Werk in Kanada könne jedenfalls sowohl in die USA als auch nach Europa liefern, das evaluiere man gerade.

Klar sei jedenfalls: Die USA müssen auch in Zukunft Primäraluminium importieren, hier liege der Selbstversorgungsgrad nur bei rund 20 Prozent. Rund 50.000 Tonnen der jährlichen Produktion der AMAG in diesem Bereich gingen in die USA. In den Vereinigten Staaten ein Werk zu bauen um Zölle zu umgehen sei jedenfalls keine kurzfristige Angelegenheit, betonte Kaufmann vor Journalisten. Zur Diskussion um Wirtschaftsbeziehungen mit Russland gab sich die AMAG entspannt, davon sei man nicht betroffen.

Stabile Regierung gewünscht

Gefragt nach seinen Wünschen an die künftige österreichische Bundesregierung meinte der Konzernchef, wichtig seien Kontinuität und Stabilität sowie ein Blick auf die Kosten für die Industrie und die stark zugenommene Bürokratie.

stf/bel

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