Gewinnwarnung für 2024 nach schwachem Q3- Ergebnis
Polytec lag mit ihren Q3-Ergebnissen profitabilitätsseitig unter unserer Erwartungen und rutschte nach zwei EBIT-positiven Quartalen wieder leicht ins Minus. Der Umsatz legte um 8% J/J auf EUR 157,5 Mio. (+3% J/J) zu. Die größte Division Passenger Cars & Light Vehicles legte dabei um 5,0% zu während der Umsatz bei den Nutzfahrzeugen rückläufig war (-17% J/J). Der Marktbereich Smart Plastic & Industrial Applications konnte seinen Umsatz jedoch um 77% steigern. Das Betriebsergebnis blieb im Q3 mit EUR -2,0 Mio. im roten Bereich. In den ersten neun Monaten kumuliert lag das EBIT bei EUR 1,5 Mio. (EBIT Marge von 0,3%). Während höhere Umsätze und das Fehlen von negativen Einmaleffekten die Profitabilität stärkten, wirkten höhere Lohn- und Sachkosten negativ. Unterm Strich lag der Quartalsverlust bei EUR -4,7 Mio. (1-3Q 24: EUR -7,0 Mio.).
Ausblick
Der Vorstand senkte seinen Finanzausblick ab. Der Umsatz wird nun bei rund EUR 660 Mio. (zuvor: EUR 660-710 Mio.) erwartet und die EBIT-Marge bei rund 1% (zuvor: 2-3%).
Angesichts der allgemeinen Schwäche der deutschen Automobilhersteller (Polytecs Hauptkunden) und der geringen Visibilität des Sektors in den kommenden Monaten erwarten wir in den kommenden Quartalen weiteren Druck auf die Ergebnisse. Der wichtigste Kurskatalysator - eine nachhaltige Ergebnissteigerung, die sich im 1. Halbjahr 2024 in Form zweier EBIT-positiver Quartale für die Aktie abzeichnete - scheint nun vorerst außer Reichweite gerückt zu sein.