Schwaches Zuckersegment dämpft Ergebnisse im 2. Quartal; Finanzausblick 2024/25 bestätigt
Agrana publizierte diese Woche ihre Ergebnisse zum 2. Quartal 2024/25 mit dem vom Unternehmen im Voraus angekündigten EBIT-J/J Rückgang um etwa die Hälfte. Der Konzernumsatz sank im Q2 24/25 um 7,7% J/J auf EUR 917,4 Mio. Auf der Top Line konnte die schwache Performance in der Zucker- (- 21,1% J/J auf EUR 241,1 Mio.) und Stärkedivision (-10,2% auf EUR 267,4 Mio.) nur teilweise durch die Verbesserung in der Fruchtdivision (+4,8% J/J auf EUR 408,9 Mio.) kompensiert werden. Das EBIT verzeichnete einen Rückgang um 48,7% J/J auf EUR 24,3 Mio. ab. Verantwortlich dafür war die Zuckerdivision, deren EBIT aufgrund der gesunkenen Zuckerverkaufspreise tief ins Minus rutschte (EUR -14,6 Mio. im Q2 24/25 im Vergleich zu EUR +14,0 Mio. im Q2 23/24). Trotz verbessertem Finanzergebnis lag der Nettogewinn nach Minderheiten bei nur EUR 6,4 Mio. und damit sehr deutlich unterm dem Vorjahreswert von EUR 24,5 Mio.
Ausblick
Der Vorstand bestätigte seine Guidance, im GJ 2024/25 ein EBIT deutlich (zwischen 10-50%) unter dem Vergleichswert 2023/24 zu erwarten. Beim Konzernumsatz wird weiter ein moderater Rückgang (dh. 5-10%) prognostiziert. Das Management erwartet, dass das EBIT im 3. Quartal 24/25 sehr deutlich unter dem Vorjahreswert (EUR 38,5 Mio.) liegen wird. Der Q2-2024/25 Bericht belegt, dass Agrana im heurigen Wirtschaftsjahr mit Gegenwind vor allem im Zuckersegment zu kämpfen hat. Die nächsten Monate im Zuckersegment bleiben herausfordernd, da die Zuckerpreise infolge der gestiegenen Importe aus der Ukraine und der Erwartung einer höheren EU-Zuckerproduktion in der Kampagne 2024/25 (bei gleichzeitig stagnierender Nachfrage) weiterhin unter Druck sind. Dies spiegelt sich auch im mauen Ergebnisausblick 2024/25 wider. Wir sehen kurzfristig weiter keine positiven Kurstrigger für die Agrana-Aktie und bleiben bei unserer Halten-Empfehlung.