Ausblick 2024
Die AMAG-Gruppe konnte in den ersten beiden Quartalen 2024 infolge ihrer breiten Aufstellung eine solide Ergebnisperformance in einem schwierigen Umfeld erwirtschaften. Für das 2. Halbjahr 2024 wird vor allem die weitere Wirtschaftsentwicklung, insbesondere in Europa, eine wichtige Rolle spielen. Derzeit zeigt sich nach wie vor eine eingetrübte Stimmungslage am europäischen Markt.[1] Die aktuelle BIP-Prognose[2] für den Euroraum liegt bei 0,9 %. Für Deutschland soll das Wachstum 0,4 % betragen, während für Österreich eine Stagnation erwartet wird.
Dr. Helmut Kaufmann, Vorstandsvorsitzender der AMAG: „Das aktuelle Wirtschaftsumfeld in Europa dämpft vor allem die kurzfristigen Wachstumsaussichten für Aluminiumwalzprodukte in bestimmten Absatzmärkten der AMAG. Nahezu unbeeinflusst davon zeigt sich mittel- bis langfristig ein stetig steigender Bedarf nach Aluminiumprodukten gemäß CRU (Commodity Research Unit). Wir werden weiterhin unsere Stärken einsetzen, um diesem Wachstumstrend zu folgen. Die operative Performance ist jedenfalls stark und ermöglichte das Anheben der EBITDA-Untergrenze auf 160 Mio. EUR für das Jahr 2024.“
Im Detail wird die weitere Ergebnisentwicklung im Segment Metall stark vom Aluminiumpreis und den Rohstoffkosten (v.a. Tonerde) abhängen. Unverändert ist von einer hohen Produktionsmenge in der kanadischen Elektrolyse Alouette auszugehen. Im Segment Gießen wird trotz herausfordernder Lage im Automobilsektor eine Absatzmenge wie im Vorjahr erwartet. Im Segment Walzen wird im Gesamtjahr 2024 mit einem verbesserten Absatzvolumen im Vergleich zum Vorjahr gerechnet.
Aus heutiger Sicht rechnet der AMAG-Vorstand mit einem Gesamtjahres-EBITDA zwischen 160 Mio. EUR und 180 Mio. EUR auf Basis aktueller Annahmen zur Aluminiumpreis-, Absatz- und Konjunkturentwicklung. Gegenüber der bisherigen EBITDA-Schätzung für 2024 wurde die Untergrenze damit um 10 Mio. EUR, von 150 Mio. EUR auf 160 Mio. EUR, angehoben.