Schwieriger Start ins neue GJ 2024/25
Agrana publizierte diese Woche ihre Ergebnisse zum 1. Quartal 2024/25. Mit einem EBIT-Rückgang an der oberen Grenze der früher angekündigten Spanne (von -10% bis zu -50%), lagen die Zahlen (mit der Ausnahme des Umsatzes) unter unseren etwas optimistischeren Erwartungen. Der Umsatz sank um 2,3% J/J auf EUR 944,3 Mio. Die schwache Performance in der Stärkedivision (mit um 16,3% J/J sinkenden Umsätzen) wurde nur teilweise durch die Verbesserung in der Zuckerdivision (+6,2% J/J) und der Fruchtdivision (+3,6% J/J) kompensiert. Belastet durch den deutlichen Ergebnisrückgang im Zucker- und Stärkesegment, rutschte das EBIT um 49,1% J/J auf EUR 32,3 Mio. ab. Der negative Effekt der gesunkenen Zuckerverkaufspreise spiegelte sich im Betriebsergebnis in der Division Zucker (EUR -4,1 Mio. im Q1 24/25 im Vergleich zu EUR +17.0 Mio. im Q1 23/24) wider. Auch das Betriebsergebnis in der Stärkedivision litt unter gefallenen Verkaufspreisen (-57,5% J/J auf EUR 9,4 Mio.). Nur die Division Frucht konnte ihr Betriebsergebnis um 10,7% J/J steigern auf EUR 27,0 Mio. Trotz verbesserten Finanzresultats, lag der Nettogewinn nach Minderheiten bei nur EUR 15,3 Mio. und damit sehr deutlich unterm dem Vorjahreswert von EUR 36,1 Mio.
Ausblick
Der Vorstand bestätigte seine Guidance, im GJ 2024/25 ein EBIT deutlich (zwischen 10-50%) unter dem Vergleichswert 2023/24 zu erwarten. Gleichzeitig wird beim Konzernumsatz nun ein moderater Rückgang (dh. 5- 10%) prognostiziert statt eines leichten (1-5%). Das Management erwartet, dass sich das EBIT im 2. Quartal 24/25 etwa halbieren wird im Vergleich zum Vorjahresquartal (EUR 47,4 Mio.). In der Telekonferenz mit Investoren und Analysten ergänzte das Management, dass man von der heutigen Perspektive auch für ganze GJ 2024/25 mit einer nahezu Halbierung des EBIT rechnen muss. Der Q1-Bericht hat belegt, dass das Unternehmen im heurigen Wirtschaftsjahr mit starkem Gegenwind zu kämpfen hat. Neben der gesunkenen Preise für Stärkeprodukte bleibt die Entwicklung auf dem Zuckermarkt herausfordernd. Die Zuckerpreise sind durch Zuckerimporte aus der Ukraine und die Erwartung einer höheren EU-Zuckerproduktion in der Kampagane 2024/25 unter Druck. Wir sehen kurzfristig keine positiven Kurstrigger für die Agrana-Aktie und bleiben bei unserer Halten-Empfehlung.