Herausforderndes Marktumfeld drückt auf Ergebnis des ersten
Geschäftsquartals
Kennzahlen erstes Geschäftsquartal 2024|25 im Überblick
• Umsatz: 944,3 Mio. € (1. Quartal 2023|24: 966,1 Mio. €)
• EBIT: 32,3 Mio. € (1. Quartal 2023|24: 63,5 Mio. €)
• EBIT-Marge: 3,4 % (1. Quartal 2023|24: 6,6 %)
• Konzernergebnis: 16,1 Mio. € (1. Quartal 2023|24: 38,0 Mio. €)
• Eigenkapitalquote: 46,7 % (29. Februar 2024: 43,2 %)
Der Frucht-, Stärke- und Zuckerkonzern AGRANA verzeichnete nach dem ersten
Geschäftsquartal (1. März – 31. Mai 2024) beim Ergebnis der
Betriebstätigkeit (EBIT) einen deutlichen Rückgang um 49,1 % auf 32,3 Mio.
€. Der Umsatz ging leicht um 2,3 % auf 944,3 Mio. € zurück. „Wir sind nach
dem soliden Jahresergebnis 2023|24 wie erwartet schwächer ins
Geschäftsjahr 2024|25 gestartet. Der deutliche Ergebnisrückgang war auf
das sehr herausfordernde Marktumfeld im Zucker- und Stärkesegment
zurückzuführen, wo die Verkaufspreise gesunken sind. Die
Geschäftsentwicklung im Segment Frucht verlief hingegen besser und führte
in diesem Geschäftsbereich zu einem deutlichen EBIT-Anstieg“, erklärt
AGRANA-CEO Stephan Büttner.
Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2024|25 in den Segmenten
Segment FRUCHT
Der Umsatz war mit 415,6 Mio. € um 3,6 % höher als in der
Vergleichsperiode des Vorjahres. Sowohl bei Fruchtzubereitungen als auch
bei Fruchtsaftkonzentraten stiegen die Umsätze mengenbedingt.
Das EBIT im Segment betrug in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres
27,0 Mio. € (Vorjahr: 24,4 Mio. €). Bei Fruchtzubereitungen lag das
Ergebnis deutlich über dem Vorjahreswert. Die Verbesserung war unter
anderem auf eine positive Geschäftsentwicklung in den europäischen
Regionen (inkl. Ukraine) und in Mexiko zurückzuführen.
Segment STÄRKE
Der Umsatz im Segment Stärke betrug im ersten Geschäftsquartal 265,5 Mio.
€ und lag damit um 16,3 % unter dem Wert des Vergleichszeitraumes (317,1
Mio. €), in dem der Krieg in der Ukraine zu massiven Preissteigerungen auf
den Märkten führte. Aufgrund gesunkener Rohstoff- und Energiepreise war im
Vorjahresvergleich ein deutlicher Rückgang der Marktpreise zu beobachten,
mit Auswirkungen auf die Verkaufspreise des gesamten Stärkeportfolios. So
sanken z.B. jene für Ethanol aufgrund deutlich gefallener
Platts-Notierungen um rund 25 %.
Das EBIT im Segment Stärke lag mit 9,4 Mio. € sehr deutlich unter dem
Vorjahreswert. Ein Hauptgrund dafür war der Margenrückgang im Bereich der
Stärke- und Verzuckerungsprodukte bedingt durch deutlich niedrigere
Verkaufspreise für Haupt- und Nebenprodukte.
Segment ZUCKER
Im Segment Zucker war der Umsatz mit 263,2 Mio. € um 6,2 % höher als im
ersten Quartal des Vorjahres. Der negative Effekt gesunkener
Zuckerverkaufspreise konnte durch höhere Absätze mehr als kompensiert
werden. Die Entwicklungen auf dem Zuckermarkt wurden zuletzt von den
Zuckerimporten aus der Ukraine und der Erwartung einer höheren
EU-Zuckerproduktion in der Kampagne 2024|25 bestimmt.
Das EBIT im ersten Geschäftsquartal betrug –4,1 Mio. € und war damit
markant schlechter als im Vorjahr. Vor allem deutlich niedrigere
Zuckerverkaufspreise spiegelten sich im Quartalsergebnis wider.
Insbesondere in den durch die ukrainischen Importe stark betroffenen
Regionen gab es Preisdruck.